Management

DiSG® – Vom wilden Haufen zum Dreamteam

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Wir haben nun erläutert, wie Sie mit DiSG® Ihre Führungsarbeit effizienter und erfolgreicher gestalten können. Es reicht aber nicht, wenn Sie als Führungskraft dieses Wissen haben und es anwenden. Auch Ihre Mitarbeiter sollten von Grund auf verstehen, wie wichtig es ist, mit welchen Persönlichkeitstypen sie im Team gemeinsam arbeiten. Nur so kann es zu einer fruchtbaren Balance, Arbeitsfreude und Spaß bei gleichzeitig höchst zufriedenstellenden Ergebnissen kommen. Karl Kaiblinger zeigt Ihnen im heutigen Beitrag aus der Themenserie „DiSG®, das erfolgreichste Assessment-Tool der Welt für Unternehmen: Bessere Geschäftsbeziehungen erreichen, effektiver im Unternehmen zusammenarbeiten, die richtigen Mitarbeiter finden und entwickeln“, wie aus Ihrer Belegschaft ein echtes Dreamteam wird.

Was zeichnet besonders erfolgreiche Teams aus?

Menschen sind unterschiedlich in ihren Verhaltens- und Denkmustern, das ist völlig normal. Dennoch resultieren zahlreiche Missverständnisse, Konflikte und Stresssituationen aus genau diesen Unterschiedlichkeiten. Gute Teamarbeit ist die Voraussetzung für erfolgreiche Projektabwicklungen, ein angenehmes Arbeitsklima und damit mehr Erfolg für das Unternehmen. Teamkonflikte können sich jedoch schleichend über einen längeren Zeitraum entwickeln – die Gründe dafür sind ebenso vielfältig wie individuell. Mal kann es sich um Unstimmigkeiten zum Thema Ordnung handeln, in einem anderen Fall klappt die Kommunikation zwischen den Teammitgliedern nicht optimal oder ein Kollege gebärdet sich immer wieder als Chef. Um all diesen Herausforderungen vor ihrem richtigen Ausbruch zuvor zu kommen, ist es wichtig, die folgenden Fragen zu beantworten: Wie ticken die Teammitglieder wirklich? Jedes Teammitglied bringt neben Stärken und Schwächen logischerweise auch individuelle Verhaltenstendenzen und Denkmuster mit. Dazu kommt: Menschen neigen dazu, jene Menschen zu bevorzugen, die sich ähnlich verhalten wie sie selbst. Man sollte also meinen, dass homogene Teams glücklich und effizient vor sich hin arbeiten und fulminante Erfolge erzielen können. Aber, ist das wirklich so?

Gleich und Gleich gesellt sich gern! Wirklich?

Günther ist Leiter des Grafik-Teams eines großen Unternehmens im Automobilbereich. Er schätzt die Zusammenarbeit mit Silke außerordentlich. Sie ist die stellvertretende Marketingleiterin des Unternehmens. Die beiden haben über die Jahre viele Projekte abgewickelt. Beide sind immer perfekt vorbereitet, haben alle Unterlagen dabei, wenn es überpünktlich ins Meeting geht. Sie lieben es beide, mit lange im Voraus etablierten Ablaufplänen der Kampagnen zu arbeiten. Was einmal beschlossen ist, wird durchgeführt. So könnte es noch lange weitergehen.

Wird es aber nicht, denn wie ein Wirbelwind an frischer und anstrengender Energie bricht eine Urgewalt namens Oskar in die Marketingabteilung ein. Er ist der neue Marketingdirektor und hat nun das letzte Wort. Bislang war die Position unbesetzt und Silke traf alle Entscheidungen. Oskar kommt, übernimmt und krempelt um. Bereits abgesegnete Kampagnen finden seinen Beifall nur begrenzt, mit raschen, pointierten Bemerkungen weist er sofort auf das Haar in der (Marketing-) Suppe hin. Günther und Silke können das nicht nachvollziehen. „Wie kann der das so schnell erkennen, er ist doch erst eine Woche hier?“, fragen sie sich verzweifelt. Nun, Oskar ist dominant, sehr dominant, mit einem hohen Schuss an initiativ. Das heißt, er verfügt über viel Kreativität und hat den Anspruch, schnell gute Ergebnisse zu erzielen. Diese Kombination ermöglicht es ihm in der Tat, Dinge sehr rasch zu verstehen, einzuordnen und neue, bessere Lösungen aus dem Ärmel zu schütteln. Wer das kann und diese Verhaltenstendenz hat, muss nicht lange im Unternehmen sein, um Optimierungsbedarf zu erkennen.

Hier prallen also zwei Welten und Einstellungen aufeinander. Oskar will vorwärts und rasch neue Kampagnen für den nächsten Launch kreieren. Günther und Silke verharren in einer Art gewissenhafter Schockstarre und wissen nicht, wie sie auf all das Neue reagieren sollen. Die Marketingabteilung könnte mit diesen Protagonisten zum Desaster werden, der Launch des neuen Fahrzeuges in Gefahr geraten. Hier ist ein wilder Haufen aneinander geraten, der aber Ergebnisse bringen soll.

Verstehen und annehmen

Gott sei Dank hat aber die progressive Human Resource-Abteilung gerade für diese Zeit ein DiSG®Training anberaumt, an dem alle Mitarbeiter teilnehmen müssen. Oskar hat so einen Kurs schon mitgemacht, ihm ist klar, dass seine beiden wichtigsten Mitarbeiter zum Genre „gewissenhaft“ gehören. Er schätzt ihre Verlässlichkeit und Beständigkeit ebenfalls. Ihm ist aber bewusst, dass seine Forderungen nach noch kreativeren Lay-outs und Texten berechtigt sind.

Im DiSG® Seminar lauschen Günther und Silke den Ausführungen des Trainers und horchen besonders auf, als die Verhaltenstendenzen „dominant“ und „initiativ“ erklärt werden. „Das ist doch Oskar“, hauchen beide wie aus einem Munde und beginnen langsam zu verstehen. Der erfahrene Trainer erläutert, dass es manches Mal extrem anstrengend sein kann, Menschen mit anderen Verhaltenstendenzen im Team zu haben, aber genau das die Kombination der Vielfalt der Talente und damit den Erfolg ausmacht. Er beschreibt, wie sehr dominant/ initiative Mitarbeiter die gewissenhaften Typen brauchen, um ihre manches Mal raschen, wirren, aber genialen Ideen zu entwirren und in die Realität zu bringen.

Günther und Silke nehmen die Tatsache an, dass die Marketingabteilung Oskar braucht für den frischen, innovativen Wind, aber dass auch sie beide und ihre Qualitäten mehr als nötig sind, um alle Projekte zu stemmen. In diesem Moment beginnen sie, ihren neuen Marketingleiter wirklich zu akzeptieren und auch für diese seine Fähigkeiten zu bewundern. Sie werden nun mit ganz neuer Motivation in die Zusammenarbeit gehen.

So entsteht effektive Zusammenarbeit

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, dass Teams lernen, ihr Verhalten auch auf andere DiSG®-Stile anzupassen. Jedes Teammitglied bringt Stärken mit, aber auch persönliche Herausforderungen. Auch Stressfaktoren oder Motivatoren variieren von Mensch zu Mensch. Manche Menschen legen hohen Wert auf Stabilität und Zusammenhalt, für ihre Kollegen können aber neue Herausforderungen und Ergebnisse im Fokus stehen.

Das DiSG®-Workplace Profil hilft Teams weltweit seit Jahren bei Trainings zur besseren Kommunikation im Arbeitsumfeld. Der Schlüssel zum Erfolg ist das Verstehen von anderen DiSG®-Stilen und dem flexiblen Umgang mit verschiedenen Verhaltenstypen. Führungskräfte sollten dabei immer bedenken, dass sich ein Team vor allem gut ergänzen soll. Außergewöhnlich erfolgreiche Teams zeichnen sich durch Teammitglieder aus, die sich über ihren Aufgabenbereich genau bewusst sind. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und Lösungen gemeinsam besprochen. Wichtige Informationen werden an alle Teammitglieder weitergeleitet, sodass jeder im Bilde ist. Die Kollegen respektieren und verstehen sich und können sich aufeinander verlassen.

Und hier kommt das Dreamteam

Ein sehr erfolgreiches Team setzt sich meist aus verschiedenen DiSG®-Typen zusammen und ergänzt sich darum ideal. Jedes Team braucht eine antreibende Energie, die auf Ergebnisse, Abschlüsse und schnelle Umsetzungen pocht. Genauso jedoch ist die gewissenhafte Energie gefragt, die Daten und Fakten sammelt, auf die Einhaltung von Ablaufplänen pocht und die das Budget im Auge behält. Und was wäre ein Team ohne die Gemütlichkeit und Freude am Leben der stetigen Mitarbeiter, die mal Kuchen mitbringen und dann wieder Kaffee kochen?

DiSG® zeigt seinen Anwendern, dass jeder Mensch auf seine Art völlig in Ordnung ist – es gibt hierbei kein gut oder schlecht. Wichtig ist, dass Menschen lernen, flexibel auf andere Verhaltenstypen eingehen zu können. DiSG® hilft außerdem dabei, eine bessere und effizientere Kommunikation zu erreichen. Wer das in seinem Unternehmen langfristig etabliert, wird mit wahren Dreamteams von Erfolg zu Erfolg eilen!

 

Im nächsten Teil erfahren Sie, wie durch effektivere Beziehungen im Team nie geahnte Verkaufshöhenflüge entstehen können.

 

Karl Kaiblinger

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