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Fachkräftemangel in Deutschland: Welche Lösungsansätze gibt es?

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Selten, seltener, Fachkräfte: Einige Unternehmen müssen notgedrungen internationale Fachkräfte einstellen, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Andere Betriebe versuchen, sich durch zusätzliches Fachwissen aus dem Ausland besser auf dem Markt zu positionieren und ihre Marktreichweite so zu steigern. Zwar erfordert der Einstellungsprozess ausländischer Fachkräfte in der Regel einige Formalitäten. Warum sich die Mühe für Arbeitgeber lohnen kann, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Besonders in Wissenschaft und Technik herrscht Fachkräftemangel

Es ist kein Geheimnis, dass es in Deutschland branchenübergreifend zu wenige hochqualifizierte Arbeitskräfte gibt. Wie gravierend der Fachkräftemangel ist, tritt in Wissenschaft, Technologie, im Ingenieurwesen und in der Mathematik zutage. Dort fehlt es an den notwendigen Talenten, die Unternehmen für den Erfolg benötigen. Dabei gibt es für diese Branchen beispielsweise in den Balkanstaaten viele Fachkräfte, die auf Arbeitssuche sind und oft fließend Deutsch sprechen. Daneben kommt qualifiziertes Personal im Bereich der Ingenieurs- und IT-Technik außerhalb der EU häufig aus Ländern wie Pakistan oder Indien. Wenn deutsche Unternehmen Probleme haben, Fachkräfte zu finden, gibt es viele etablierte Möglichkeiten, um diese auf dem internationalen Arbeitsmarkt ausfindig zu machen, anzuwerben und einzustellen.

Wie Unternehmen von internationalen Fachkräften profitieren

Wenn Unternehmen ein globales Geschäft betreiben möchten, benötigen sie nicht nur eine zündende Idee. Entscheidend sind Mitarbeiter, die eine bestimmte Sprache sprechen oder spezielle Eintrittsmärkte kennen und dieses Erfahrungswissen mit sich bringen. Daher sollten Unternehmen bestenfalls Fachkräfte aus genau diesem Hintergrund finden, um in der Lage zu sein, effektiv mit Kunden und Geschäftspartnern zu kommunizieren. Denn die Personen können die kulturellen Feinheiten und Nuancen verstehen, die über Erfolg oder Misserfolg der Geschäfte entscheiden können.

Wenn ein Unternehmen über eine homogene Belegschaft von Mitarbeitern verfügt, kann dadurch die unternehmensinterne Kreativität gegebenenfalls beeinträchtigt werden. Denn Fachkräfte auf dem Ausland bringen neben dem Spezialwissen unterschiedliche Perspektiven in ein Unternehmen. Sie verfügen über unterschiedliche Bildungserfahrungen und haben so eine frische kulturelle Perspektive im Gepäck. Die Verschmelzung von Ideen und Perspektiven aus verschiedenen Kulturen ist das bestmögliche Rezept für Kreativität und Innovation, das ein Unternehmen zu neuen Höhen führen kann. Eine internationale Belegschaft führt so zu mehr Kreativität und Produktivität am Arbeitsplatz. Das kann zum Aufbau einer reichhaltigeren und erfüllenden Arbeitsplatzkultur für alle Mitarbeiter beitragen. Und ganz nebenbei federn Unternehmen so auch die Folgen ab, die der Fachkräftemangel auslösen kann.

Was die Einstellung internationaler Fachkräfte erleichtern kann

Wenn Sie sich bereits für einen internationalen Kandidaten entschieden haben, der über die erforderlichen Qualifikationen verfügt und Ihrer Unternehmenskultur zugute kommen könnte, folgt der Einstellungsprozess. Dabei sollten Sie sich nicht von Formalitäten abschrecken lassen. Abgesehen davon können Unternehmen die Hilfe von Experten in Anspruch nehmen. Diese helfen Unternehmen, alle Optionen zu verstehen und unterstützen beim Einstellungsprozess ausländischer Fachkräfte. Nicht-EU-Fachkräfte haben es dabei heute leichter, sich in Deutschland niederzulassen und eine Arbeit zu finden. Denn die Regierung hat einige Maßnahmen beschlossen, um es Nicht-EU-Fachkräften zu erleichtern, einen Arbeitsplatz zu suchen und in Deutschland zu arbeiten, insbesondere, wenn sie in einem der Berufe tätig sind, in denen ein starker Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel herrscht. Fachkräfte aus dem Ausland mit einer angemessenen Aus- und Weiterbildung sind dabei weniger eingeschränkt, wenn sie versuchen, eine Arbeit in Deutschland zu finden. Denn jeder Nicht-EU-Bürger darf in Deutschland arbeiten, wenn er über eine qualifizierte Berufsausbildung oder ein Diplom und einen Arbeitsvertrag verfügt.

Karin Kreuzer

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