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Geht nicht, gibt‘s nicht. Meine Ratschläge, Ihre Conclusio – Interview mit Clemens Ressel

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In jedem Bereich zählt vor allen Dingen eines: Leistung. Doch ein Ziel kann nur Ihres sein, wenn Sie es selbst bestimmen. Wofür wollen Sie sich also eigentlich durchsetzen? Nachdem wir mit dem ehemaligen Spitzensportler und Unternehmer Clemens Ressel bereits über seinen persönlichen Weg zum mentalen Coaching und seine Handlungskonsequenzen und Erfolgsstrategien gesprochen haben, kommen wir nun zum Fazit, das Sie ganz persönlich angeht: Der Autor gibt im dritten Teil unserer Interviewserie nachhaltige Tipps und Strategien, wie man leistungsfähig und fokussiert berufliche Herausforderungen meistert – ganz ohne Angst und Selbstzweifel!

Das Ziel bestimmt jeder selbst! – Clemens Ressel im Interview

Herr Ressel, was raten Sie nun konkret Führungskräften, die ihre Leistung verbessern möchten oder ein Coaching suchen, sich besser fokussieren zu lernen?

Zu allererst rate ich ihnen, sich selbst zu vertrauen. Wenn sie an einem Punkt sind, sich einzugestehen, Unterstützung oder Mentoring anzunehmen, um Rat zu fragen ist damit schon die Hälfte des Weges gegangen. Der nächste Schritt ist, in einer Analyse – einer Anamnese – herauszufinden, mit welchen Methoden und Techniken, Energie aktivierbar gemacht wird, wieder fließen kann. Ich kitzle meinen Klienten, ihre Souveränität, Ihre Aufnahmefähigkeit, Ihre Belastbarkeit und Ihre Klarheit in Denken, Handeln und Fühlen zu allererst mal wieder wahr zu nehmen (Istzustand festlegen) und in einem zweiten Schritt nach einer Sollaufstellung auf das notwendige Niveau zu steigern.

Welchen Part kann oder sollen Arbeitgeber und Unternehmen in diesem Prozess einnehmen?

Flexibilität ist in jedem Unternehmen gefragt – ob im Bereich der Arbeitskraft oder Arbeitszeit. Diese Flexibilität muss jedem Arbeitnehmer, ob Führungskraft, erste, zweite oder dritte Ebene zunutze werden. Damit meine ich flexible Arbeitszeiten, die es einem Arbeitnehmer erlauben, zu seiner Wohlfühlzeit zu arbeiten und Leistung zu erbringen. Freiräume einzuräumen, um neue Wege mit einem Team zu gehen, beispielsweise bei einem Merger.

Gibt es bestimmte Meilensteine, die Sie mit Ihren Klienten in diesem Prozess setzen?

Aber ja. Ich identifiziere mit meinen Klienten deutlich die Absicht: Ich will Champion sein! Ich will nicht 2. oder 3. Gewinner sein, ich will Champion sein und das zu einem ganz bestimmten, fixierten Zeitpunkt! Das heißt auch – ich lebe jetzt und im Heute. Es gelten keine Ausreden: Alter ist nur eine Zahl. Alter ist keine Ausrede, warum etwas nicht geht. All die Ausreden, „Ich bin zu jung“, „Ich bin zu alt“, „Dafür bin ich noch zu unerfahren“: „Das kann ich nicht mehr anpacken in meinem silbrigen Alter“. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Auch das gehört zum Erkenntnisprozess dazu!

Was raten Sie Führungskräften, die behaupten, sie hätten keine Zeit für Coachings?

Das ist nicht in drei Worten zu beantworten. Denn viele Führungskräfte sind festgefahren in ihrem Gefühl und Zeitempfinden. Das größte Unterscheidungsmerkmal zwischen der ewigen Mittelmäßigkeit, in der sich viele Manager bewegen, und dem wundervollen Gefühl von erlebtem Erfolg ist die Fähigkeit, mit seiner Zeit und seinen Ressourcen produktiv umzugehen, statt nur stundenlang vor sich herzuarbeiten.

Wer seine Zeit und seine Ressourcen produktiv nutzt, hat den Mut, auch mal Pause zu machen, NEIN zu sagen oder sprichwörtlich „den Stecker zu ziehen“. Daher ermutige ich meine Klienten auch immer darin, sich diejenigen Ablenkungen genau aufzuschreiben, die einen davon abhalten, Erfolg zu haben.

Welche Methoden haben sich besonders darin bewährt, die letzten ein bis zwei Prozent mehr Leistung aus einem selbst heraus zu bekommen?

Das zu leben, was wir sind, was wir spüren – sich selbst ernst zu nehmen und ganz besonders sich selbst zu lieben, wie wir sind! Mit dieser Grundeinstellung räumen wir alle schon mal den größten Zweifler (manche nennen ihn auch Schweinehund) in uns selbst vom Tisch! Hier helfen Selbstdeklarationen, Mantras, die immer und immer wieder die vermeintliche Schwachstelle des Alter Ego ausblendet und die positiven Eigenschaften in den Vordergrund stellt. Das lohnt sich, denn Arbeit ist ein Stimulator, der das Wohlbefinden und die Lebensqualität steigert und genau diese ein bis zwei Prozent mehr Leistung rausholen kann, wenn jeder denn die Lust an der Arbeit erkennt und den Frust schlichtweg nicht zulässt. Arbeit, die wir lieben, gerne tun, stimuliert das Selbstwertgefühl und erhöht den Serotoninspiegel! Mein Rat an Zweifler, Ratsuchende oder gestresste Manager ist daher: Leinen Los und auf zu neuen Ufern – denn wo das Ziel ist, bestimmt nicht der Wind, sondern das Segel und der Steuermann! Und der ist nun mal ein jeder selbst!

Vielen Dank, Herr Ressel, für Ihre spannenden Antworten und hilfreichen Tipps für mehr Leistung, die wirklich jeder für sich umsetzen kann. Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin alles Gute!

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Der ehemalige Spitzensportler und Unternehmer Clemens Ressel steht für professionelles mentales Coaching. Er weiß genau, welche Hindernisse uns davon abhalten, unsere Ziele zu erreichen und die dazu notwendige Leistung zu bringen. (Bild: © Clemens Ressel)

Das Interview mit Clemens Ressel führte Oliver Foitzik, Herausgeber AGITANO und Geschäftsführer der FOMACO GmbH.

Lesen Sie dazu auch die ersten beiden Teile des Interviews! Teil Eins finden Sie unter Geht nicht, gibt‘s nicht. Nachhaltig mehr leisten! Teil Zwei: Geht nicht, gibt‘s nicht. Meine Handlungskonsequenzen und Strategien. Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre!

Über Clemens Ressel

Clemens Ressel, Jahrgang 1967, ist Unternehmer, Autor, Speaker und Coach von Ärzten, Olympiasiegern und Wirtschaftsgrößen. Der ehemalige Spitzensportler ist ein leistungsförderndes Vorbild und kluger Ratgeber für Menschen, die in jedem Lebensbereich ihren Spitzenzustand abliefern möchten. Clemens Ressel steht für Motivation, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude in Business und Alltag. Mit seinem Kinderhilfswerk „DIE UNBEZWINGBAREN“ unterstützt er talentierte Kinder und Jugendliche.

Weitere Informationen unter https://www.clemensressel.com

Oliver Foitzik

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