Marketing

Susanne Latorur: „Wie taufe ich richtig?“ – Teil 1: Träume, Bilder, Emotionen: starke Markennamen

Linguistik: Klang, Form, Sinn

Schließlich sollte bedacht werden, dass ein starker Markenname auf linguistische Weise eine Botschaft transportiert. Er erzählt eine Geschichte und weckt Emotionen. Deswegen müssen Neuschöpfungen auf Herz und Nieren geprüft werden: anhand des Klangs, der Form und des Sinngehalts.

Auch frei erfundene Namen lassen Bilder im Kopf der Verbraucher entstehen, denn Klänge haben eine Wirkung. Ein MINI lässt ein kleineres Produkt erwarten als der dicke OTTO.

Sind kurze Namen wie  UP! Oder GO, das Portal der VR-Banken einprägsamer? Er geht schnell ins Ohr, aber auch schnell wieder hinaus, denn es fehlt ihm an Konsistenz. Ein rhythmischer Walzer tanzt im Dreiertakt bei ANTARA. Aber auch längere Bezeichnungen wie ABERCROMBIE & FITCH funktionieren. In jedem Fall muss die Länge zum Konzept passen.

Bei bedeutenden Namen sind alle Analogien erlaubt: Fauna – TIGRA, Flora – APPLE, BLACKBERRY. Mythologie: HERMES. Dieses Potenzial sollte genutzt werden, um die Positionierung eines Produktes zu vermitteln.


Lesen Sie auf Seite 4: Die fünf goldenen Regeln für starke Markennamen und erfahren Sie mehr über die Autorin.

Christoph Schroeder

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