Panorama

Was war vor …Jahren? Der 02. September

Auf AGITANO lassen wir täglich die Wirtschaftsgeschichte wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten des Wirtschaftsgeschehens werden genauso in Erinnerung gerufen, wie Pioniertaten großer Erfinder und Durchbrüche weit reichender Erfindungen. Heute: der 02. September.

Wirtschaft:
1811: Karl August von Hardenberg hebt als Staatskanzler per Edikt den Zunftzwang auf und führt damit die Gewerbefreiheit in Preußen ein. Seit dem Mittelalter und bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde der Zusammenschluss von Handwerkermeistern neben dem heute gängigen Begriff Zunft auch als Gilde, Gaffel, Amt (norddeutsch), Einung, Innung (sächsisch) oder Zeche bezeichnet. Heute benennt die wissenschaftssprachliche Übereinkunft in Deutschland den Zusammenschluss von Handwerkermeistern als Zunft und den Zusammenschluss von Kaufleuten seit dem Mittelalter und der frühen Neuzeit als Gilde, wohingegen in England mit guild beides bezeichnet wird.
1850: Der Berliner Landwehrkanal wird eingeweiht. Weder Presse noch Bevölkerung nehmen davon sonderlich Notiz, weil das technische Bauwerk weit außerhalb der Stadtmauern liegt. Er verbindet als Seitenkanal der Teilstrecke Berliner Spree der Spree-Oder-Wasserstraße die Spree am Osthafen (SOW-km 21,14) mit der Spree am Spreekreuz in Charlottenburg (SOW-km 9,08) und führt mit einer Länge von 10,73 Kilometern durch die Ortsteile Kreuzberg, Neukölln, Tiergarten und Charlottenburg.

Wissenschaft und Technik:
1811: König Friedrich IV. gründet die Universität Oslo.
1859: Der bisher stärkste registrierte Sonnensturm legt das gerade weltweit installierte Telegrafennetz lahm. Augenzeugen aus Rom und Hawaii berichten, dass die Sonne eine volle Minute lang doppelt so hell geleuchtet haben soll wie sonst. In Rom konnte man Nachts Zeitung lesen, in den Telegrafenämtern schlugen Funken aus den Leitungen und einige Stationen gingen sogar in Flammen auf. Die Sonnenstürme aus geladenen Teilchen können dabei in der heutigen Hightech-Welt die satellitengestützte Navigation und Fernmeldeverbindung sowie die Energie- und Stromnetz-Infrastruktur empfindlich schädigen. 1994 fielen beispielsweise in Kanada Mobilfunknetze, GPS-Systeme und Stromnetze zeitweilig aus. Bereits 1989 hatte ein Sonnensturm das Stromnetz im kanadischen Quebec lahm gelegt. 2003 mussten durch Sonnenstürme getroffene Satelliten zeitweise abgeschaltet werden oder wurden sogar kurzzeitig vermisst. Radar- und Sprechfunkanlagen von Flugzeugen wurden beeinträchtigt, mit entsprechenden Sicherheitsrisiken, und es kam zu Flugverspätungen. Ein ähnlicher starker Sonnensturm wie 1859 könnte uns voraussichtlich im Mai 2013 treffen, die Schäden könnten sich dann weltweit auf über 1-2 Billionen Dollar summieren. Die NOAA hat in diesem Zusammenhang eine enge internationale Kooperation gefordert, um die Folgen starker Magnetstürme besser in den Griff zu bekommen. „Ohne einen abgestimmten internationalen Aktionsplan würde der nächste extrem schwere Sonnensturm zu einer globalen Katastrophe führen.“
1916: Die Deutsche Bücherei in Leipzig wird mit einem Festakt eingeweiht. Sie ist der ältere der beiden Standorte der Deutschen Nationalbibliothek.
1990: Der Silberpfeil (ET 201) der Köln-Bonner Eisenbahnen hat seinen letzten Betriebstag. Die Züge fuhren mit 1200 Volt Gleichstrom und kamen durch den silber-verkehrsroten Anstrich zu ihrem Namen. In der Fachwelt wurden sie durch ihre revolutionäre Aluminium-Bauweise berühmt, die sie besonders leicht machte.
2006: Eine Lokomotive vom Typ Siemens ES64U4 stellt mit 357 km/h einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für konventionelle Elektrolokomotiven auf der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt auf.

 

 

 

(Quelle: Wikipedia)
 

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