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BGM Best Practice (Teil 1): Schoeller Spinning Group – Interview mit Birgit Florineth

2011 haben wir uns überlegt, wie wir unsere Mitarbeiter in Bezug auf Stress, Betriebsklima (Wohlfühlen in der Firma) und privatem Lebenswandel unterstützen können. Denn alle diese Faktoren wirken sich unmittelbar auf die Arbeitsleistung und in weiterer Folge auf Fehlzeiten aus. Natürlich spielte auch die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen bzw. ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, eine Rolle. Zielsetzung war daher auch die Senkung der Fluktuation.

Dazu haben wir 2011 eine Schoeller-Akademie ins Leben gerufen. Es gibt ein Jahresprogramm mit wöchentlichen Vorträgen zu gesundem Essen, Stressabbau, Freude bei der Arbeit, Psychische Belastungen, Denkstilpräferenzen, Mobbing, Social Media (inkl. Suchtgefahren im Internet), Schuldenfallen, Steuern sparen, etc. Die Vorträge finden jeden Donnerstag von 13:30-14:30 Uhr (in der Arbeitszeit) statt und können nach kurzfristiger vorheriger Anmeldung von jedem Mitarbeiter besucht werden.

In dieser Akademie werden gleichzeitig Produktions- und Verwaltungsabteilungen vorgestellt, was zu einem besseren Verständnis der Arbeitsabläufe und in weiterer Folge einer kollegialeren Zusammenarbeit führt. Das gemeinsame Teilnehmen an Vorträgen von Mitarbeitern aus den Standorten Bregenz und Hard und das gegenseitige Kennenlernen fördert das Betriebsklima.

2013 starteten wir in der Produktion ein RückenFit-Programm. Dabei wurden die Arbeitsplätze auf deren physische Belastungen analysiert, einzelne Tätigkeiten, die Arbeitsplatzergonomie sowie Hilfsmaterialen optimiert und den Mitarbeitern eine rückenschonende Verhaltensweise als automatisierte Bewegung antrainiert. Gleichzeitig haben wir für die Mitarbeiter in der Verwaltung eine Serie von Ausgleichsübungen per Mail eingeführt. 3 x wöchentlich wird an alle E-Mail-Empfänger automatisiert ein Mail mit kurzen Ausgleichsübungen versandt.

Außerdem wurde 2013 in das Mitarbeitergespräch ein Fragebogen über psychische Belastungen am Arbeitsplatz eingebaut. Die Vorgesetzten wurden angewiesen, Stressbelastungen in Bezug auf Aufgabenanforderungen, Organisationsklima, Arbeitsumgebung und Arbeitsabläufe zu erfassen, besprechen und entsprechend Maßnahmen zu ergreifen. Die ausgefüllten Fragebögen werden in der Personalabteilung gesammelt und die Ergebnisse ausgewertet.

Lesen Sie die Fortsetzung auf Seite 4.

Christoph Schroeder

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