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BGM Best Practice (Teil 1): Schoeller Spinning Group – Interview mit Birgit Florineth

Wie haben Sie in Ihrem Unternehmen betriebliches Gesundheitsmanagement bzw. betriebliche Gesundheitsförderung in die eigenen Prozesse integriert und worauf mussten Sie in Ihrem Betrieb besonders achten? Haben Sie sich auch Hilfe von außerhalb geholt?

Die Abteilungsleiter mussten für die Projekte begeistert werden, damit sie ihre Mitarbeiter nicht nur während der Arbeitszeit für Vorträge freistellen, sondern auch ermutigen, diese zu besuchen. Für den Gesundheitsbereich der Schoellerakademie wurden externe Vortragende engagiert. Das RückenFit-Programm fand in Zusammenarbeit mit unserer Betriebsärztin sowie ameco, dem Arbeitsmedizinischem Zentrum Vorarlberg, statt. In der Produktion wurden in weiterer Folge die Schichtführer geschult, damit sie regelmäßig Rückenübungen mit ihren Mitarbeitern durchführen.
Wie reagierten Ihre Mitarbeiter auf die neuen Angebote und Maßnahmen und wie gut wurden diese auch praktisch angenommen?

Über 30 Prozent unserer Mitarbeiter besuchen regelmäßig das Fitnesscenter.

Die maximale Teilnehmeranzahl der Schoellerakademie zu Gesundheitsthemen wurde laufend gesprengt, worauf wir beschlossen, jeden Vortrag ein zweites Mal anzubieten.

Das RückenFit-Programm wird gerade in der ersten Produktionsabteilung durchgeführt. Weitere Abteilungen sind geplant. Anfangs waren wir etwas schockiert, da plötzlich alle Mitarbeiter in dieser Abteilung über Rückenschmerzen klagten. Es ist ihnen wohl bewusst geworden, dass es nicht selbstverständlich ist, dass körperliche Arbeit gleich Rückenschmerzen bedeutet. Das Projekt läuft und wird als Präventivmaßnahme gegen Rückenschädigungen gesehen.

Bei einer Umfrage, ob weitere E-Mails zu Ausgleichsübungen am PC gewünscht werden, haben lediglich zwei Mitarbeiter diese abgelehnt.

Lesen Sie die Fortsetzung auf Seite 5.

Christoph Schroeder

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