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BGM Best Practice (Teil 1): Schoeller Spinning Group – Interview mit Birgit Florineth

Zeigten sich schon erste Erfolge durch die Maßnahmen und wenn ja, wann wurden diese sichtbar?

In der Schoellerakademie haben sich Mitarbeiter persönlich kennengelernt – über zwei Standorte und durch gegenseitige Einblicke in die Arbeit in den Abteilungen. Die Zusammenarbeit hat sich dadurch merklich verbessert. Wir haben sehr viel positives Feedback von unseren Mitarbeitern erhalten. Sie fanden die Themen interessant und es wurde viel darüber diskutiert. Auch die Fluktuationszahl ist innerhalb eines Jahr merklich gesunken.

Morgens um 10 Uhr, wenn das Mail mit den Ausgleichsübungen rundum geht, wird bei Schoeller kurz mal geturnt (1-2 Minuten), es wird der Rücken durchgestreckt, die Augen gerollt (Ausgleichsübungen für die Augen) oder Tipps für einen gesunden Bürotag entgegen genommen (öfters mal lüften, Wasserschalen oder Blumen aufstellen etc.). Eine Mitarbeiterin meinte, dass ihr Kollege sie um 10 Uhr aus dem Büro geschickt hat, weil er jetzt eine Ausgleichsübung machen muss. Auch hier haben wir im Personalbüro tolles Feedback von unseren Mitarbeitern bekommen.

Waren die gewählten Maßnahmen auf Anhieb erfolgreich? Musste Ihr Unternehmen noch etwas an seinem Vorgehen anpassen?

Im Laufe der Schoellerakademie wurden auf Wunsch der Mitarbeiter zusätzliche Kurse eingebaut.

So haben die Lehrlinge ein Schuldenfallen-Projekt erarbeitet, welches den Mitarbeitern vorgestellt wurde. Mitarbeiter wollten wissen, was denn ein Geschäftsführer so den ganzen Tag macht, woraufhin sich der Geschäftsführer spontan bereit erklärte, bei einem Vortrag seine Aufgabenbereiche zu präsentieren. Als Mobbing im Büro Thema war, haben wir auch hier einen Vortrag dazu eingebaut.

Mitarbeiter der Produktion haben sich so gut wie gar nicht zur Schoellerakademie angemeldet. Wir haben hier nachgehakt, indem wir jedem Produktionsmitarbeiter noch eine persönliche Einladung in die Hand drückten. Trotzdem war das Interesse der Arbeiter für die Vorträge sehr gering.

Lesen Sie die Fortsetzung auf Seite 6.

Christoph Schroeder

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