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BGM Best Practice (Teil 2): Diakonie Baden-Württemberg – Interview mit Kornelius Knapp

Wie und wann kam es dazu, dass sich die Diakonie für Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung entschied und wie sah in diesem Zusammenhang die Ausgangssituation aus?

Belev der Diakonie Baden-Württemberg
Das Konzept BELEV (© Bild: Diakonie Baden-Württemberg)

Die demografischen Herausforderungen für die diakonischen Einrichtungen und Dienste waren der Ausgangspunkt für unsere intensiven und systematischen Bemühungen im Themenfeld Gesundheit. Mit unterschiedlichen Trends macht sich der demografische Wandel bemerkbar. Die Anforderungen an die Arbeit in den Hilfebereichen steigen (Vernetzung, Komplexität, Inklusion, Konversion), die Nachfrage – beispielsweise in der Altenpflege – nimmt zugleich deutlich zu, die Gewinnung von Nachwuchskräften wird schwieriger – wir haben sinkende Schülerzahlen, und den Wegfall des Zivildienstes – und wir verzeichnen eine Alterung der Belegschaften. Ein wesentlicher Ansatzpunkt zur Sicherung der Arbeit in sozialen Unternehmen ist die Stärkung der vorhandenen Mitarbeitenden. Wenn es gelingt, die vielen kompetenten und leistungsfähigen Kolleginnen und Kollegen langfristig gesund in der Arbeit zu erhalten, trägt dies wesentlich zur Qualität der sozialen Arbeit bei.

Wie haben Sie die Gesundheitsförderung in die eigenen Prozesse integriert und worauf mussten Sie besonders achten? Haben Sie sich auch Hilfe von außerhalb geholt?

Das Konzept zum Gesundheitsmanagement, das den Titel „BELEV – Gesundes Arbeiten gestalten“ trägt, nimmt fünf unterschiedliche Handlungsfelder in den Blick, die alle einen wissenschaftlich belegbaren Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeitenden haben (Unternehmensleitung, Vorgesetzte, Team, Arbeitsorganisation, individuelle Ebene). Diese werden mit den Prinzipien der Salutogenese (Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit) kombiniert. Dadurch entsteht eine breit angelegte Matrix, die es erlaubt, sehr differenziert die Belastungen und Ressourcen bei der Arbeit zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu entwickeln. Dadurch können die in den unterschiedlichen Trägern vorhandenen Strukturen und Bedingungen flexibel integriert werden.


Erfahren Sie auf Seite 4 mehr über die einzelnen Maßnahmen.

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