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Eine Schweizer Uhr ist viel mehr als nur ein Zeitanzeiger – Interview mit Tobias Brunner von Leroux Blanc

Close-up-Aufnahme von feingliedrigen Zahnrädern in einem Uhrwerk

Schweizer Uhren stehen seit über 400 Jahren für ein Qualitätsversprechen, auf das man sich verlassen kann. Mit ihrer eleganten Klasse, ihrer Präzision und ihrer Langlebigkeit stellen sie wie nur wenige andere Accessoires einen essenziellen Bestandteil moderner Business-Outfits dar. Wir haben uns mit Tobias Brunner von dem erfolgreichen Schweizer Uhrenunternehmen Leroux Blanc darüber unterhalten, worauf man bei der Uhrenauswahl achten sollte, mit welchen Outfits man stilvolle Analoguhren richtig kombiniert und wohin sich die Branche aktuell entwickelt.

Eine Schweizer Uhr ist ein einzigartiges Gesamterlebnis – Interview mit Tobias Brunner von Leroux Blanc

Guten Tag, Herr Brunner! Beginnen wir zum Einstieg mit einer persönlichen Frage. Was macht für Sie den besonderen Reiz hochwertiger analoger Uhren aus?

Tobias Brunner: Guten Tag, vielen Dank für die Einladung! Nun, das kann man gar nicht so einfach an einem Punkt festmachen. Ich würde sagen, es ist in erster Linie eine Leidenschaft für die vollendete Synthese aus edlen Materialien und höchster Präzision.

Quarzuhren sind weit mehr als einfach nur Zeitanzeiger. Wenn es nur darum ginge, würde ein Handy in der Hosentasche genügen. Nein, eine hochwertige Quarzuhr erschafft mit ihrer visuellen Qualität, ihrer Haptik und ihrer Geschichte ein einzigartiges Gesamterlebnis, das Träger und Betrachter immer wieder aufs Neue fasziniert. So ist es auch zu erklären, dass das traditionsreiche Schweizer Uhrenhandwerk selbst nach so langer Zeit noch einen so präsenten Platz in der Garderobe vieler Menschen hat.

Worauf legen Sie bei Ihrer Arbeit besonders viel Wert?

Tobias Brunner: Mit unserem vielseitigen Leroux-Blanc-Segment bieten wir unseren Kunden erlesene Swiss-Made-Qualität zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das ist unser Anspruch und dafür stehen wir.

Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, unseren Kunden die Wertvorstellungen des Schweizer Uhrenhandwerks zu vermitteln und die gleiche Leidenschaft dafür zu wecken, die auch uns jeden Tag aufs Neue antreibt. Unsere Zielgruppe besteht dabei hauptsächlich aus jungen Menschen der Generation Y. Sie schätzen unsere modernen Designs und die hohe Präzision unserer Chronographen, legen aber auch Wert auf eine verantwortungsvolle Herstellung.

Ein gutes Stichwort. Die ökologische Nachhaltigkeit (einschließlich der Vermeidung von Kunststoffabfällen) ist ja ein wichtiger Aspekt Ihrer Arbeit. Wie setzen Sie dieses Thema in Ihrem Unternehmen um?

Tobias Brunner: Viele Uhrenmarken versuchen, Luxus über eine pompöse Verpackung widerzuspiegeln. Oft halten die Uhren dabei aber nicht das Versprechen ein, das die Verpackung gibt. Wir von Leroux Blanc sind davon überzeigt, dass unsere Uhren keine umweltbelastenden pompösen Verpackungen brauchen, um ihre Eleganz zu unterstreichen. Nach der Öffnung würden sie sowieso im Müll landen.

Deshalb verwenden wir ausschließlich schlichte bodenständige Verpackungen aus recycelbarem Material. Auf Plastik verzichten wir komplett. Höchste Transportsicherheit und Kosteneffizienz sind dabei natürlich jederzeit sichergestellt und auch die Unpacking-Experience bleibt nicht auf der Strecke.

Wenden wir uns etwas näher dem Thema Uhrenkauf zu. Worauf sollte man dabei achten?

Tobias Brunner: Zunächst einmal sollten die eigenen Ansprüche abgeklärt werden. Wer auf höchste Präzision Wert legt, kommt um ein originales Schweizer Uhrwerk nicht herum. Es zeichnet sich durch größtmögliche Ganggenauigkeit aus, ist darüber hinaus aber auch sehr belastbar und widersteht widrigen Witterungsbedingungen wie Kälte oder Feuchte.

Der zweite wichtige Faktor ist das Gehäuse. Es sollte aus einem Material mit hoher Korrosionsbeständigkeit bestehen und nicht anfällig für Rost sein. Sehr gut eignet sich hierbei Edelstahl. Bei der Ziffernglasabdeckung setzt man am besten auf gehärtetes Mineralglas oder Saphirglas. Die Materialien überzeugen mit ihrer hohen Kratzfestigkeit. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, nach der Garantie zu fragen. So lassen sich frühzeitige Abnutzungserscheinungen ausschließen. Bei hochwertigen Uhren kann man sich auf eine jahrzehntelange Haltbarkeit verlassen.

Darüber hinaus sollte eine zentrale Frage natürlich sein: „Mit welcher Uhr fühle ich mich bei jeder Gelegenheit wohl?“ Zur Beantwortung dieser Frage sind der eigene Typ, der persönliche Stil und die Identifizierung mit dem Design wichtig.

Hochwertige Uhren spielen auch im Berufsleben eine zentrale Rolle. Welche Dinge muss man beachten, wenn man sie mit einem Business-Outfit kombiniert?

Tobias Brunner: Hier kann man zunächst einmal grob zwischen Business und Business Casual unterscheiden. Geht es um offizielle geschäftliche Anlässe mit Anzugspflicht, entscheidet man sich am besten für eine schlichte klassische Armbanduhr in Silber oder Gold. Eine gute Wahl ist hier ein dünnes, nicht zu überladenes Ziffernblatt mit einfach gehaltenem Lederarmband.

In normalen beruflichen Alltag kommt es vor allem darauf an, dass sich die Uhr passend in den etwas legereren Business-Casual-Look einfügt. Wer lediglich ein Hemd und Jeans trägt, entscheidet sich für ein dezentes Ziffernblatt. Trägt man Anzug mit Krawatte, kann durchaus ein größerer Fokus auf der Ausstattung liegen. Auch hier entscheidet man sich beim Armband für Materialien wie Leder. Metallische Armbänder sind eher für den reinen Casual Look empfehlenswert.

Bei der Farbe orientiert man sich grundsätzlich an der Kleidung beziehungsweise an Akzentfarben von Schuhen und Gürtel.

Corona war eine große Herausforderung für die Uhrenbranche

Welche Entwicklungen gibt es generell in der Uhrenbranche?

Tobias Brunner: Aktuell ist eine Entwicklung hin zu klassischen Designs festzustellen. Ging der Trend früher hin zu extravaganten Gestaltungen, werden heute wieder vermehrt minimalistische elegante Zeitmesser nachgefragt. Diese Entwicklung ist durchaus in Zusammenhang mit einer veränderten Konsummentalität zu betrachten. Immer mehr Menschen wenden sich bewusst von der Wegwerfgesellschaft ab und entscheiden sich für langlebige Qualität, die unter nachhaltigen Bedingungen entwickelt, produziert und ausgeliefert wird.

Stehen Wearables wie die iWatch in direkter Konkurrenz zu hochwertigen analogen Uhren oder kann man eher von einer Ergänzung sprechen?

Tobias Brunner: iWatches sind definitiv eine Ergänzung zu analogen Uhren. Mit ihrer Funktionsvielfalt und ihrer Flexibilität erleichtern sie den Alltag in vielen Bereichen. Zudem setzen sie mit ihrem futuristischen Design auch optische Akzente. Eine Bedrohung für traditionelle Uhrenmanufakturen stellen sie aber nicht dar. Dazu unterscheiden sich die Zielgruppen zu erheblich. Eine elegante analoge Uhr wird auch in Zukunft das Maß aller Dinge in Sachen Präzision und Stil sein. Die Art und Weise, wie eine klassische Uhr ein elegantes Outfit untermalt und allein mit ihrem diffizilen technischen Innenleben Perfektion und zeitlose Handwerkskunst verkörpert, kann einfach nicht ersetzt werden.

Wie wichtig sind Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und Twitter bei der Vermarktung hochwertiger Uhren?

Tobias Brunner: Social-Media-Plattformen sind in der heutigen Zeit das Herzstück einer erfolgreichen Uhrenvermarktung. Gerade als Unternehmen einer traditionsreichen Branche ist man heute mehr denn je darauf angewiesen, seine Zielgruppe dort anzusprechen, wo sie unterwegs ist. Für Leroux Blanc gilt das ganz besonders, da gerade Mitglieder der Generation Y zu unseren Kunden gehören.

Kommen wir zum Schluss des Interviews noch einmal kurz zum Thema Corona.* Wie hat sich die Pandemie auf Ihre Branche und Ihre internen Prozesse ausgewirkt?

Tobias Brunner: Corona hat sich schwerwiegend auf nahezu das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben ausgewirkt. Auch für uns war es eine Herausforderung, unsere Prozesse so anzupassen, dass all unsere Mitarbeiter und Kunden bestmöglich geschützt sind.

Gleichzeitig sehen wir die aktuellen Entwicklungen aber auch als Chance. Die Pandemie war ein starker Treiber beim Thema Digitalisierung. Darüber hinaus hat sie sich auch auf die Einstellung vieler Menschen ausgewirkt. Die rapiden Veränderungen in allen Bereichen des Lebens haben den Blick wieder auf die wesentlichen Dinge gelenkt.

Abschließend noch ein kurzer Blick in die Zukunft. Wohin geht die Reise für Leroux Blanc in den nächsten zehn Jahren?

Tobias Brunner: Wir richten unser Hauptaugenmerk weiter darauf, hochwertiges Schweizer Uhrenhandwerk zu bezahlbaren Preisen auf den Markt zu bringen und möglichst viele glückliche Kunden zu schaffen.

Dann wünschen wir dabei alles Gute und danken für das informative Gespräch!

Tobias Brunner: Jederzeit gern!

Profilbild Tobias Brunner
Tobias Brunner vom Schweizer Uhrenunternehmen Leroux Blanc. (Bild: © LerouxBlanc)

Das Interview mit Tobias Brunner führte die AGITANO-Redaktion.

*Eine interessante Visualisierung zur Frage, wie die Coronapandemie das Konsumverhalten verändert hat, bietet die Statista-Infografik „The Pandemic’s Uneven Effect on Consumer Spending“.

Über Leroux Blanc

Das Schweizer Uhrenunternehmen Leroux Blanc bietet seinen Kunden eine breite Auswahl hochwertiger Chronographen und Armbänder zu erschwinglichen Preisen. Dabei steht das in Zürich ansässige Unternehmen neben erlesener Swiss-Made-Qualität auch für ökologische Nachhaltigkeit und einen individuellen Service.

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