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Klarheit | Kommunizieren als Waffe?

“Wir können nicht nicht kommunizieren”, so Paul Watzlawick. Aber kommunizieren können wir auch oft nicht, so Manuela Starkmann. Denn kommunizieren besteht aus mehr als der Austausch von Informationen – die emotionale Ebene spielt eine wichtige Rolle bei der zwischenmenschlichen Kommunikation. Im heutigen Beitrag zur Themenserie “Mit Klarheit zum Erfolg” schreibt Manuela Starkmann darüber, wie es uns gelingt, taktvoll und feinfühlig zu kommunizieren.

 

Worte sind Macht

Worte sind Macht. Worte haben Macht. Sie können aufbauen, sie können zerstören. Sie sind ein wundervolles Werkzeug – das die wenigsten stimmig zu nutzen wissen. Ja, sprechen lernen wir. Aber kommunizieren lernen wir nicht. Kommunizieren ist für mich nicht nur das gesprochene oder geschriebene Wort. Kommunizieren bedeutet für mich: Einstellung, Gefühle und Gedanken, die zu Worten werden. Sie sind geboren aus dem bestehenden WortSchatz und der LebensErfahrung eines Menschen. Sie sind untermalt von seiner KörperSprache. Wir können mit ihnen Frieden stiften oder Kriege entfachen. Je nach AnSicht, die an den Worten hängt. Wir könnten mit Worten Konflikte lösen oder sie sogar von vornherein vermeiden. Ich glaube, die wenigsten Menschen machen sich wirklich über die TragWeite ihrer Worte Gedanken. Und oft können sie mit deren Folgen nicht umgehen, die selbst gelegten Brände nicht löschen. Geschweige denn mit der Reaktion des Gegenübers umgehen. Um den letztgenannten Punkt geht es mir heute nicht! Ich will Klarheit schaffen, dass Menschen die Verantwortung und Verpflichtung haben, mit ihrer Waffe “Kommunikation” fried- und sinnvoll umzugehen.

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Kommunizieren geht nicht ohne Emotionen. (Bild: © Manuela Starkmann)

Aus Beobachtung lernen

Es gibt Menschen, in deren Worten möchte ich baden. Sie sind so passend, stimmig, gedanken- und gefühlvoll. Und es gibt andere. Ich gebe Ihnen hier zwei Beispiele:
– Bei einem Führungskräfte-Guiding hat eine Führungskraft ein Gespräch mit dem Mitarbeiter. Eigentlich soll es unterstützend sein, auch wenn wichtige Punkte klar auf den Tisch gebracht werden. Uneigentlich ist es demotivierend (nicht nur für den Mitarbeiter, sondern auch für mich als Zuhörerin).
– In einer Übungsgruppe meditieren wir und machen Heilarbeit. Im Anschluss sagt jeder, was er wahrgenommen hat, auch z. B. zu einem Mitglied in der Gruppe. Das ist eine hoch sensible Situation bei der es enorm viel Fingerspitzengefühl bedarf, klar auszudrücken, was man wahrgenommen hat und zu spüren, in welcher Form man das für sein Gegenüber formuliert.

Ich beobAchte Situationen wie diese, und neben dem, dass ich möglichen Schaden beGrenze, lerne ich sehr viel daraus. Aus so einem Murks? Ja, gerade daraus. Und ich bin froh, dass ich den Fehler nicht selber machen muss, sondern von außen erlebe, was der Sender verursacht und was es beim Empfänger bewirkt.

Achtsam kommunizieren

Was passiert da in meinem Herz und Kopf?
– Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass der Mensch nichts sagt, um den anderen zu verletzten. Wichtige Basis, sie bringt Gelassenheit.
– Ich höre Worte in dem Satz des Senders, bei denen ich schon spüre, dass die beim Gegenüber – es gibt nur drei Möglichkeiten: positiv, neutral, negativ – nicht gut ankommen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Teilnehmer sagte zu seinem Nachbarn “Darüber diskutieren wir in der Pause”. Finden Sie den Fehler. Welches Wort könnte Bauchschmerzen machen? Richtig: “Diskutieren”. Viele Menschen verbinden das (mit den dazugehörigen Bildern) mit Streiten, einen Konflikt haben, Ärger. Wer sich darin übt, mit seiner Waffe “Kommunikation” meisterlich umzugehen, der schafft es

a. sowohl in sich in Klarheit und SelbstSicherheit zu sein und
b. gleichzeitig in seinem Kopf einen großen WortSchatz der Synonyme zu haben.

Da dieser Mensch (so weit es geht) egofrei im Herz und flexibel im Kopf ist, gelingt es ihm leicht und schnell, “Bauchschmerzenworte” mit hübscheren, gleichbedeutenden zu ersetzen. Wenn ihm das mal nicht gelingt, und die Waffe hat beim Gegenüber schmerzvoll eingeschlagen, dann fühlt er das. Er ist dann in der Lage, auf achtsame Weise nachzusteuern. Das kann ein anderes Synonym sein, ein neuer Satz für die alte Situation, eine Erklärung über Bilder, Beispiele oder eine Geschichte.

Offenheit als Basis für Kommunikation

Ich liebe es zu kommunizieren, ich liebe Worte und Sprache. Und ich liebe es auch, zu beobachten, wie leichte HinWeise von mir vielen Menschen helfen, ihre Waffe zu MEISTERn. Das ist nicht nur ein gutes Gefühl für sie, sondern sie erkennen auch, dass Verständnis, Mitgefühl und die passenden Synonyme bei ihrem Gegenüber das Herz öffnen. Ein sich verstanden fühlender Mitarbeiter ist loyal und hochmotiviert. Ein Mensch, der eine Botschaft erhält, mit der er gut umgehen kann, verändert und verbessert sein Leben. Es ist wirklich leicht. Als Basis braucht es nur Offenheit.
Sie brauchen bei sich erst mal gar nichts zu verändern. Hören Sie in nächster Zeit nur offen zu, wenn sich andere ausTauschen. Fühlen Sie mit. Was wirkt? Was bewirkt Schmerzen? Wie (wenn überhaupt) löst der Sender diese. Und dann, ganz langsam, kommen Sie zu sich und beobachten, wie Sie kommunizieren.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei all den Übungen, die zur Meisterschaft führen.

Alles Liebe

Ihre Klarheit
Manuela Starkmann

 

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Anders, unkonventionell und lösungsorientiert. (Foto: © Manuela Starkmann / Ute Ville)

Über Manuela Starkmann

Manuela Starkmann ist Guide. Sie führt Menschen zu Klarheit. Sie ist anders, unkonventionell und lösungsorientiert. Mit Wissen, Erfahrung und Intuition erkennt sie für ihre Kunden schnell die Lösung. Mit der von ihr entwickelten VorgehensWeise „Guiding“ begleitet sie sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen zum Erfolg.

Mehr über Manuela Starkmann im AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter www.Manuela-Starkmann.de.

 

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Katja Heumader

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