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Motivationsforschung: Wollen allein genügt nicht

Wie motivieren wir uns, wenn wir für eine Prüfung lernen oder einen schwierigen Arbeitstermin bewältigen müssen? Prof. Hugo Kehr vom Lehrstuhl für Psychologie an der Technischen Universität München (TUM) hat zusammen mit seinem Kollegen, dem Sportpsychologen Dr. Peter Gröpel untersucht, wie die unbewusste Motivation den Willen beeinflussen kann und wie das Führungspersonen für die unternehmerische Praxis umsetzen können.

Der Wille: Eine Ressource, die sich schnell erschöpft

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Lachen verboten! Bei Ice Age zeigt sich wahre Willenskraft (© Bild: P. Gröpel / TUM)

Je unangenehmer eine Aufgabe ist, umso mehr Willenskraft müssen wir aufbringen, um den „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Allerdings ist der Wille eine Ressource, die sich schnell erschöpft. Um Menschen dauerhaft zu hohen Leistungen anzuspornen, sind andere Konzepte gefragt: Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die innere, unbewusste Motivation das Leistungsvermögen entscheidend verbessern kann.

Drei Komponenten der Motivation

Der Idealfall: Ein Arbeitnehmer identifiziert sich vollständig mit den Zielen seines Unternehmens, ist ein Experte seines Fachs – und bis in die Haarspitzen motiviert. Die Realität sieht häufig anders aus. Für Führungspersonen in Unternehmen ist der Aspekt der Motivation umso wichtiger.

„Wir unterscheiden drei Komponenten der Motivation: einmal unsere bewussten Ziele und Wünsche – zum Beispiel, wenn eine Person einen hochdotierten Posten im Unternehmen anstrebt, um sich bestimmte Konsumziele zu erfüllen. Demgegenüber stehen unbewusste Grundmotive, die tief in unserer Gefühlswelt verankert sind, wie das Streben nach Leistung, Freundschaft und Macht“, erklärt Prof. Hugo Kehr vom Lehrstuhl für Psychologie an der Technischen Universität München (TUM). „Die dritte Komponente sind die Fähigkeiten, die man für eine Aufgabe mitbringt.“


Lesen Sie auf Seite 2: Bei Ice Age zeigt sich die Willenskraft.

Christoph Schroeder

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