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Cristina Muderlak: DIE STIMME BESTIMMT! (8) – Und plötzlich hört dir jeder zu!

Bei Heiserkeit:

Winter, Spaziergang
Tragen Sie an frischer Luft einen Schal (Bild: M. Großmann / pixelio.de)

Flüstern Sie nicht. Das überbeansprucht die Stimme; sprechen Sie lieber mit möglichst unangestrengter, leiser Stimme .

Halten Sie so viel Stimmruhe wie nur möglich! Wer über die Heiserkeit hinweg spricht, riskiert zähe und schwerwiegende Schädigungen an den Stimm­bändern! Gerade Menschen mit Sprechberufen sollten lieber eher mal pausieren, um nicht später lange auszufallen.

Sorgen Sie für viel warme Feuchtigkeit, tragen Sie an frischer Luft einen Schal und stellen Sie gegebenenfalls Luftbefeuchter auf.

Trinken Sie viel – möglichst warmen schleimlösenden Kräutertee.

Inhalieren Sie täglich, am besten mehrmals.

Lutschen Sie regelmäßig Halspastillen (zum Beispiel Ipalat, Gelo Revoice, Salbei…)

Besteht die Heiserkeit länger als eine Woche gehen Sie unbedingt zum Arzt!

Zur Vorbereitung vor längerem Sprechen oder anspruchsvollen Sprechsituationen:

Denken Sie an Die I-A-A – Regel:

Innehalten: Es empfiehlt sich, vor dem Beginn der Sprechsituation aus der allgemeinen Hektik ein wenig heraus zu treten, inne zu halten und sich zu besinnen. Das kann überall sein, wo man ungestört ist: Im Auto, im (stillen) Büro oder notfalls auch auf der Toilette. Kommen Sie zu sich und schalten kurz vor dem Geschehen „draußen“ ab.

Aufrichten: Sitzen oder stehen Sie aufrecht, spüren dabei bewusst Ihren Körper und geben das Gewicht nach unten ab. Bewegen Sie Ihren Körper einmal gut durch, vor allem an den Gelenken, denn an ihnen geraten der „Körperfluss“ und die Resonanz leicht ins Stocken. Jede leichte Bewegung wirkt  bereits spannungs­regulierend!

Atmen: Lassen Sie die Atmung bewusst in den Körper strömen und spüren Sie die Weitung und das Zusammengehen des Rumpfes, stellen Sie sich vor, wie der ganze Körper mit Atmung versorgt wird. Beginnen Sie dann mit Atemübungen zur Aktivierung des Zwerchfells und der Sprechatmung (s. Teil 4).


Seite 5: Zur Einstimmung

Christoph Schroeder

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