ROI berechnen: Return on Investment mit dem ROI-Rechner, Formeln und Beispielen

ROI berechnen mit dem ROI-Rechner von AGITANO: 12.000 Euro Investition, 60.000 Euro Umsatz, 50 Prozent Marge und 36 Monate ergeben 150 Prozent ROI

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Inhaltsverzeichnis

Mit dem kostenlosen ROI-Rechner sehen Sie in wenigen Sekunden, ob sich eine Investition lohnt. Sie geben Investition, zusätzlichen Umsatz und Rohertragsmarge ein und erhalten den ROI in Prozent, den vollständigen Rechenweg und bei längeren Vorhaben den ROI je Jahr. So lässt sich der ROI berechnen, bevor Sie Budget freigeben, und nach Abschluss mit Ist-Zahlen prüfen.

ROI berechnen

€

Alle Kosten der Investition netto, etwa Anschaffung, Dienstleister oder Werbebudget.

€

Netto-Umsatz, der auf die Investition zurückgeht.

%

Anteil am Umsatz, der nach direkten Kosten wie Wareneinsatz oder Fremdleistungen bleibt.

— optional
Monate

Monate, über die sich der Umsatz verteilt. Bei mehr als einem Jahr erscheint zusätzlich der durchschnittliche ROI je Jahr, zum Vergleich mit kürzeren Investitionen.

Pflichtfeld

Ergebnis

Noch kein Ergebnis

Das Ergebnis erscheint hier, sobald alle Pflichtangaben vorliegen.

Durchschnittlicher ROI je Jahr

–

Rechenweg

Zusätzlicher Umsatz–
Rohertrag–
abzüglich Investition–
Ergebnis der Investition–
Rechnung–

Vereinfachte Modellrechnung. Sie ersetzt keine betriebswirtschaftliche Beratung.

Zuletzt aktualisiert am Rechengrundlage: betriebswirtschaftliche ROI-Formel, keine Rechts- oder Datengrundlage. Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen. Die Berechnung ist unverbindlich, Ergebnisse ohne Gewähr, keine betriebswirtschaftliche Beratung.

Grundlage: betriebswirtschaftliche ROI-Formel mit Nettobeträgen. Berücksichtigt: Investition, zusätzlicher Umsatz, Rohertragsmarge und optional der Zeitraum, ab 13 Monaten mit durchschnittlichem ROI je Jahr. Nicht berücksichtigt: Steuern, Finanzierungskosten, Abzinsung, Abschreibung, Restwert, laufende Fixkosten und reine Kosteneinsparungen.

ROI berechnen mit dem ROI-Rechner: Das Wichtigste im Überblick

Der ROI (Return on Investment) zeigt in einer Prozentzahl, ob eine Investition mehr eingebracht hat, als sie gekostet hat, und die folgenden fünf Punkte genügen, um ihn zu berechnen und zu bewerten.

  • Formel: ROI in Prozent = (Rohertrag − Investition) ÷ Investition × 100. Der Rohertrag ist der Mehrumsatz mal Rohertragsmarge, also der Betrag, der nach direkten Kosten bleibt.
  • Beispiel: 5.000 Euro Investition, 25.000 Euro Mehrumsatz und 40 Prozent Marge ergeben 10.000 Euro Rohertrag und 5.000 Euro Überschuss. Der ROI beträgt 100 Prozent, der Rohertrag ist doppelt so hoch wie die Investition.
  • Entscheidungsregel: Über 0 Prozent hat sich die Investition bezahlt gemacht, darunter bleibt ein Fehlbetrag. Ein Messeauftritt für 8.000 Euro mit 5.250 Euro Rohertrag landet bei minus 34,38 Prozent.
  • Zeitraum: Unterschiedlich lange Vorhaben vergleichen Sie über den ROI je Jahr. 50 Prozent über 60 Monate entsprechen mit Zinseszins durchschnittlich 8,45 Prozent pro Jahr, nicht 10 Prozent.
  • Maßstab: Gut ist ein ROI je Jahr erst oberhalb der Kapitalkosten, deren Untergrenze der Kreditzins bildet: Neue Unternehmenskredite kosteten im Euroraum im September 2026 gewichtet 3,90 Prozent.

Faustregel: Rohertrag statt Umsatz ansetzen und den ROI je Jahr neben den Kreditzins legen. Erst was darüber liegt, ist echter Mehrwert.

So wird der ROI berechnet: Formeln, Rechenweg und ROI je Jahr

Den ROI berechnen Sie, indem Sie vom Rohertrag die Investition abziehen, das Ergebnis durch die Investition teilen und mit 100 multiplizieren. Der Rohertrag ist der Teil des zusätzlichen Umsatzes, der nach direkten Kosten übrig bleibt. So beantwortet der Return on Investment die Frage, ob eine Investition mehr einbringt, als sie kostet.

ROI-Formeln: Rohertrag, ROI und Mindestumsatz

Wer den ROI berechnen will, ermittelt zuerst, welcher Teil des zusätzlichen Umsatzes dem Betrieb als Rohertrag bleibt:

Rohertrag = zusätzlicher Umsatz × Rohertragsmarge ÷ 100

Die Rohertragsmarge ist der Anteil am Umsatz, der nach direkten Kosten wie Wareneinsatz und Fremdleistungen bleibt. Ob dieser Rohertrag die Investition übertrifft und um wie viel, zeigt die ROI-Formel:

ROI in % = (Rohertrag − Investition) ÷ Investition × 100

Über 0 Prozent bringt die Investition mehr ein, als sie gekostet hat. Bei genau 0 Prozent ist sie gedeckt, darunter bleibt ein Fehlbetrag. 100 Prozent bedeuten einen Überschuss in Höhe der Investition.

Wie viel Umsatz für die Gewinnschwelle mindestens nötig ist, beantwortet die Umkehrung:

Mindestumsatz für 0 % ROI = Investition ÷ Rohertragsmarge × 100

Der Mindestumsatz ist die Schwelle, an der die Investition genau gedeckt ist. Erst Umsatz oberhalb dieser Schwelle hebt den ROI über null, darunter arbeitet die Investition mit Verlust. Bei 0 Prozent Marge gibt es keinen Mindestumsatz: Zusätzlicher Umsatz bringt dann keinen Rohertrag, der ROI bleibt bei minus 100 Prozent.

Rechenweg: 5.000 Euro Kampagnenbudget bringen 5.000 Euro Überschuss

Ein Onlinehändler investiert 5.000 Euro netto in Produktfotos und eine Anzeigenkampagne. Er rechnet ihr 25.000 Euro zusätzlichen Netto-Umsatz zu, seine Rohertragsmarge liegt bei 40 Prozent. Die Tabelle zeigt die Schritte in der Reihenfolge des Rechners:

SchrittRechnungErgebnis
Zusätzlicher UmsatzEingabe25.000,00 €
Rohertrag25.000 € × 40 ÷ 10010.000,00 €
abzüglich InvestitionEingabe-5.000,00 €
Ergebnis der Investition10.000 € − 5.000 €+5.000,00 €
ROI5.000 € ÷ 5.000 € × 100+100,00 %

Tabelle 1: Rechenweg des ROI für eine Kampagne mit 5.000 Euro Budget

Die Kampagne hat ihren Einsatz einmal vollständig zurückverdient und zusätzlich denselben Betrag als Überschuss gebracht. Ein ROI von 100 Prozent heißt also: Der Rohertrag ist doppelt so hoch wie der Einsatz. Ob das viel ist, hängt davon ab, wie lange es gedauert hat. Ein Jahr, drei oder fünf Jahre machen aus demselben Prozentwert sehr verschiedene Ergebnisse. Deshalb fragt der Rechner optional nach dem Zeitraum.

ROI je Jahr und Amortisation: Warum der Zeitraum entscheidet

Der Gesamtwert sagt nichts darüber, wie lange das Kapital gebunden war. 50 Prozent in einem Jahr sind etwas anderes als 50 Prozent in fünf Jahren. Tragen Sie im ROI-Rechner die Monate ein, erscheint ab 13 Monaten zusätzlich der durchschnittliche ROI je Jahr. Er beantwortet die Frage, welcher gleichbleibende Wert pro Jahr mit Zinseszins über die gesamte Laufzeit zum selben Gesamtergebnis führt:

ROI je Jahr in % = ((1 + ROI ÷ 100) ^ (12 ÷ Monate) − 1) × 100

Für 50 Prozent über 36 Monate ergibt die Formel 14,47 Prozent pro Jahr, also weniger als ein Drittel der 50 Prozent. Die Umrechnung folgt derselben Logik wie der Zinseszinsrechner und ist keine Prognose einzelner Jahre. Sie unterstellt, dass das Ergebnis am Ende der Laufzeit vorliegt. Fließt der Rohertrag schon während der Laufzeit zurück, liegt die tatsächliche Verzinsung höher, der Jahreswert ist dann eine vorsichtige Größe.

Bis 12 Monate weist der Rechner keinen Jahreswert aus, weil die Hochrechnung kurzer Zeiträume überhöhte Werte ergäbe. Wer den ROI berechnen und Vorhaben unterschiedlicher Dauer vergleichen will, nutzt den Jahreswert. Die Tabelle zeigt einen Gesamt-ROI von 50 Prozent über verschiedene Laufzeiten:

ZeitraumROI gesamtDurchschnittlicher ROI je Jahr
18 Monate+50,00 %+31,04 %
24 Monate+50,00 %+22,47 %
36 Monate+50,00 %+14,47 %
60 Monate+50,00 %+8,45 %

Tabelle 2: Gesamt-ROI von 50 Prozent über verschiedene Zeiträume (Investition 10.000 Euro, Umsatz 30.000 Euro, Marge 50 Prozent)

Je länger die Laufzeit, desto kleiner der Jahreswert. Wann das eingesetzte Geld wieder hereingeholt ist, beantwortet die Amortisationszeit, die der Rechner nicht ausweist:

Amortisationszeit in Monaten = Investition ÷ Rohertrag × Monate

Im Fall aus der Tabelle mit 60 Monaten sind das 10.000 ÷ 15.000 × 60 = 40 Monate, sofern sich der Umsatz gleichmäßig verteilt. Danach arbeitet die Investition nur noch für den Überschuss.

ROI berechnen: 3 Beispielrechnungen mit Laufzeit, hoher Marge und Fehlbetrag

Die drei Fälle zeigen, wie unterschiedlich das Ergebnis ausfallen kann, wenn Sie den ROI berechnen: eine Anschaffung über drei Jahre, eine Kampagne mit hoher Marge und ein Messeauftritt mit Fehlbetrag. Sämtliche Werte stammen aus dem Rechner, Sie können jeden Fall dort nachstellen.

Beispiel 1: Maschine für 12.000 Euro bringt 18.000 Euro Überschuss in drei Jahren

Eine Druckerei kauft eine Falzmaschine für 12.000 Euro netto. Über 36 Monate erwartet sie 60.000 Euro zusätzlichen Umsatz bei 50 Prozent Rohertragsmarge.

PositionBetrag
Zusätzlicher Umsatz60.000,00 €
Rohertrag bei 50 % Marge30.000,00 €
abzüglich Investition-12.000,00 €
Ergebnis der Investition+18.000,00 €
ROI über 36 Monate+150,00 %
Durchschnittlicher ROI je Jahr+35,72 %

Die Maschine spielt über drei Jahre das Zweieinhalbfache ihres Preises als Rohertrag ein, nach Abzug des Kaufpreises bleibt ein deutlicher Überschuss. Umgerechnet auf zwölf Monate entsprechen die 150 Prozent einem Jahreswert von 35,72 Prozent.

Beispiel 2: LinkedIn-Kampagne für 3.600 Euro bringt 240 Prozent

Ein Ingenieurbüro investiert 3.600 Euro in eine LinkedIn-Kampagne mit Agentur. Daraus entstehen zwei Aufträge mit 14.400 Euro Honorarumsatz. Weil kaum Fremdleistungen anfallen, liegt die Rohertragsmarge bei 85 Prozent. Die Stunden des eigenen Teams sind darin nicht enthalten, weil es noch freie Kapazität hatte. Ist das Team ausgelastet, setzen Sie die Marge nach direkten Personalkosten an.

PositionBetrag
Zusätzlicher Umsatz14.400,00 €
Rohertrag bei 85 % Marge12.240,00 €
abzüglich Investition-3.600,00 €
Ergebnis der Investition+8.640,00 €
ROI+240,00 %

Die hohe Marge treibt den Wert. Bei einem Händler mit 30 Prozent Marge brächte derselbe Umsatz nur 720 Euro Überschuss und 20 Prozent ROI. Bei Dienstleistungen mit wenig Fremdleistungen bleibt vom Mehrumsatz ein hoher Anteil als Rohertrag im Unternehmen.

Beispiel 3: Messeauftritt für 8.000 Euro endet mit 2.750 Euro Fehlbetrag

Ein Werkzeughersteller stellt auf einer regionalen Fachmesse aus und zahlt 8.000 Euro für Stand, Reise und Material. Bis zur Auswertung kommen 15.000 Euro zusätzlicher Umsatz zustande, bei 35 Prozent Marge.

PositionBetrag
Zusätzlicher Umsatz15.000,00 €
Rohertrag bei 35 % Marge5.250,00 €
abzüglich Investition-8.000,00 €
Ergebnis der Investition-2.750,00 €
ROI-34,38 %

Der Rohertrag deckt nur knapp zwei Drittel der Kosten. Für die Gewinnschwelle hätte der Auftritt rund 22.857 Euro Umsatz bringen müssen. Mit passenden Kennzahlen für den Messeerfolg prüfen Sie, ob Folgeaufträge den Fehlbetrag später ausgleichen.

Wann sich der ROI-Rechner im Alltag lohnt: 8 Praxisfälle

Der ROI-Rechner lohnt sich, sobald Sie eine Investition mit messbarem Mehrumsatz planen, freigeben oder nachträglich prüfen. Gerade im Mittelstand fallen solche Entscheidungen oft unregelmäßig: Laut KfW Research führen nur 12 Prozent der Unternehmen Jahr für Jahr Investitionsprojekte durch, eine systematische mehrjährige Planung haben rund 3 Prozent. 2025 hatten laut KfW-Mittelstandspanel lediglich 40 Prozent überhaupt investiert. In diesen Situationen sollten Sie den ROI berechnen:

  • Kampagne vor der Freigabe: Über den Mindestumsatz prüfen Sie vor dem Start, was eine Kampagne bringen muss, wobei die Kennzahlen der Leadgenerierung wie die Kosten pro Lead ergänzend helfen.
  • Messe und Events: Nach dem Auftritt stellen Sie die Gesamtkosten dem Umsatz gegenüber, der nachweislich daraus entstand, und sehen so, ob sich die nächste Teilnahme lohnt.
  • Website-Relaunch und Suchmaschinenoptimierung: Ein neuer Webauftritt oder laufende SEO lässt sich bewerten, sobald Sie Mehrumsatz über Anfragen oder Onlinebestellungen zuordnen können und die Kosten eines Website-Relaunchs über drei Jahre als Investition ansetzen.
  • Maschine oder Fahrzeug: Bei Anschaffungen mit Mehrumsatz tragen Sie den Zeitraum ein, damit der Jahreswert das Vorhaben mit anderen Projekten vergleichbar macht.
  • Sortimentserweiterung: Nehmen Sie eine neue Produktlinie auf, zählen Listung und Einführungswerbung zur Investition, während der Wareneinsatz der verkauften Ware bereits in der eigenen Marge der Produktlinie steckt.
  • Software und Digitalisierung: Ob sich ein Onlineshop oder ein Buchungssystem rechnet, zeigt der ROI, sobald daraus messbar zusätzlicher Umsatz entsteht, wobei Lizenzkosten für die Laufzeit zur Investition gehören.
  • Investitionsantrag: Für den internen Antrag oder das Bankgespräch fassen Sie Annahmen und Ergebnis in einer Zahl zusammen und stützen so die Investitionsentscheidungen der Geschäftsführung mit einer nachvollziehbaren Rechnung.
  • Soll-Ist-Vergleich: Nach Projektende rechnen Sie mit den tatsächlichen Werten erneut, und der Abstand zur Planung zeigt, wie belastbar Ihre Annahmen waren.

Gemeinsam ist den Fällen eine klare Zurechnung: Gezählt wird der Umsatz, der ohne die Investition nicht entstanden wäre. Mit diesen Annahmen genügen wenige Durchläufe im ROI-Rechner, mindestens mit einem geplanten und einem vorsichtigen Umsatz.

Was ist ein guter ROI? So bewerten Sie das Ergebnis richtig

Ein guter ROI liegt auf das Jahr gerechnet über den Kosten des Kapitals und über dem Ertrag einer sicheren Alternative. Einen festen Prozentwert gibt es nicht, weil Laufzeit, Risiko und Branche den Maßstab verschieben.

Was ein ROI von 100 Prozent bedeutet

Viele Fragen drehen sich um einzelne Werte wie 10, 20 oder 100 Prozent. Die Tabelle übersetzt sie in Euro. Basis ist eine Investition von 5.000 Euro bei 40 Prozent Rohertragsmarge. Die Zeilen sind aufsteigend nach dem zusätzlichen Umsatz sortiert:

Zusätzlicher UmsatzRohertragErgebnis der InvestitionROI
0,00 €0,00 €-5.000,00 €-100,00 %
12.500,00 €5.000,00 €0,00 €0,00 %
13.750,00 €5.500,00 €+500,00 €+10,00 %
15.000,00 €6.000,00 €+1.000,00 €+20,00 %
18.750,00 €7.500,00 €+2.500,00 €+50,00 %
25.000,00 €10.000,00 €+5.000,00 €+100,00 %
37.500,00 €15.000,00 €+10.000,00 €+200,00 %

Tabelle 3: ROI-Werte und ihre Bedeutung bei 5.000 Euro Investition und 40 Prozent Marge

Ein ROI von 100 Prozent heißt also nicht, dass der Umsatz die Investition erreicht hat. Der Überschuss selbst ist so hoch wie die Investition. Werte unter 100 Prozent sind deshalb kein Warnsignal, solange der Wert auf das Jahr gerechnet über den Kapitalkosten liegt.

Die Gewinnschwelle liegt hier bei 12.500 Euro Umsatz, genau beim Mindestumsatz aus der Formel. Bei 200 Prozent hat die Investition ihren Einsatz sogar dreifach als Rohertrag eingespielt. Steht irgendwo ein ROI von 0,5, ist in der Regel die Dezimalschreibweise gemeint, also 50 Prozent.

Maßstab für einen guten ROI: Kreditzins, Inflation und Zielrendite

Wer den ROI berechnen und bewerten will, braucht einen Vergleich mit den Kosten des Geldes, das die Investition bindet. Nach dem Lexikon der Wirtschaft der bpb arbeitet ein Unternehmen rentabel, wenn seine Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität etwa über dem Marktzins für langfristig angelegte Gelder liegt. Für eine einzelne Investition heißt das: Der Jahreswert sollte mindestens übertreffen, was das gebundene Geld kostet oder sicher anderswo bringen würde.

Liegt der ROI je Jahr unter den Kreditkosten, verzinst sich das eingesetzte Kapital rechnerisch schlechter, als geliehenes Geld kostet. Ob der Überschuss die Zinsen einer konkreten Finanzierung deckt, hängt zusätzlich von Kredithöhe, Tilgung und Zahlungszeitpunkten ab, die der Rechner nicht abbildet. Wie hoch die Kreditkosten aktuell liegen, zeigen amtliche Statistiken.

Als Vergleichswerte für den Jahreswert bieten sich an:

  • Kreditzins: Der gewichtete Indikator der Kreditfinanzierungskosten für neue Unternehmenskredite lag laut EZB im September 2026 im Euroraum bei 3,90 Prozent.
  • Inflationsrate: Die Teuerung in Deutschland lag im Oktober 2026 nach vorläufigen Angaben von Destatis bei 2,8 Prozent. Bleibt der Jahreswert über die Laufzeit unter der Teuerung, verliert das eingesetzte Kapital real an Kaufkraft.
  • Interne Zielrendite: Betriebe können einen eigenen Zielwert festlegen, der das Risiko des Vorhabens einpreist, und ihn vor der Rechnung im Investitionsantrag festhalten. Er liegt dann über dem Kreditzins.

Je unsicherer Umsatz und Laufzeit sind, desto größer sollte der Abstand zu diesen Werten ausfallen.

Experten-Tipp!
Fragen Sie Ihre Hausbank vorab nach dem Zins für genau dieses Vorhaben und rechnen Sie damit statt mit Durchschnittswerten. Kleinere Kredite sind oft teurer: Bis 250.000 Euro mit variabler Verzinsung oder Zinsbindung bis drei Monate lag der Zins im September 2026 im Euroraum bei 4,01 Prozent.

Die Infografik bündelt die Bewertung in vier Ja-Nein-Fragen. Ein Ja führt jeweils direkt zu einem konkreten nächsten Schritt, erst nach viermal Nein ist das Ergebnis plausibel genug für den Vergleich.

Infografik zum Return on Investment: vier Fragen, mit denen Sie ein Ergebnis aus dem ROI-Rechner einordnen.
Infografik: 4 Fragen führen vom Rechenergebnis zur Investitionsentscheidung. Infografik · © AGITANO
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Die vier Fragen ersetzen keine vollständige Investitionsrechnung, sie fangen aber die gängigen Fehlschlüsse ab. Wie das in einem Betrieb aussieht, zeigt das folgende Praxisbeispiel.

Praxisbeispiel: Laser-Gravur im Metallbau rechnet sich erst mit Rahmenvertrag

Ausgangslage: Ein Metallbaubetrieb aus Baden-Württemberg mit 22 Mitarbeitenden erhält zunehmend Anfragen nach gravierten Typenschildern und Edelstahlteilen. Bisher muss er solche Aufträge meist ablehnen, weil ihm die Technik fehlt. Eine eigene Laser-Gravur-Erweiterung kostet 9.800 Euro netto, einschließlich Einweisung und Absaugung. Der Inhaber will wissen, ob sich die Anschaffung trägt, bevor er sie bei der Hausbank anfragt.

Vorgehen: Um den ROI berechnen zu können, holt er zuerst ein Angebot und schätzt den Mehrumsatz mit seinem Vertrieb. Dann rechnet er im ROI-Rechner zwei Varianten über 24 Monate. Im Plan setzt er 28.000 Euro Mehrumsatz bei 45 Prozent Marge an. Das ergibt 2.800 Euro Überschuss, einen ROI von 28,57 Prozent und 13,39 Prozent pro Jahr. Vorsichtig gerechnet mit 22.000 Euro Umsatz bleiben nur 100 Euro, also 1,02 Prozent gesamt und 0,51 Prozent pro Jahr.

Ergebnis: Beide Werte legt er neben den Zins seiner Hausbank: Der Planwert liegt klar darüber, der vorsichtige Wert deutlich darunter. Der Inhaber investiert deshalb erst, als ein Bestandskunde per Rahmenvertrag Gravuraufträge über mindestens 25.000 Euro in zwei Jahren zusagt. Selbst dieser abgesicherte Mindestfall ergibt 14,80 Prozent gesamt und 7,14 Prozent pro Jahr und liegt damit über dem Zins, die Entscheidung beruht auf einer Zahl statt auf einem Bauchgefühl.

Return on Investment im Vergleich: ROI, ROE, ROCE und ROAS

Der Return on Investment setzt ein Ergebnis ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital, verwandte Kennzahlen beziehen es auf andere Größen. Welche passt, hängt davon ab, ob Sie ein einzelnes Vorhaben, das Eigenkapital oder eine Werbekampagne bewerten. Wer den ROI berechnen und mit Kennzahlen aus Bilanz oder Marketing vergleichen will, muss diese Unterschiede kennen.

DuPont-Formel: Umsatzrendite mal Kapitalumschlag

In der Unternehmenssteuerung steht der Return on Investment für die Verzinsung des gesamten Kapitals. Im DuPont-Kennzahlensystem bildet er die Spitzenkennzahl und wird in zwei Treiber zerlegt.

Wer den Return on Investment berechnen will, um ein ganzes Unternehmen zu beurteilen, nutzt diese Formel:

ROI in % = Umsatzrendite in % × Kapitalumschlag

Mit 8 Prozent Umsatzrendite und einem Kapitalumschlag von 1,5 kommt ein Unternehmen auf 12 Prozent. Die Zerlegung zeigt, ob Marge oder Kapitalbindung den Wert bestimmt. Steigt die Umsatzrendite auf 10 Prozent, wären es bei gleichem Umschlag 15 Prozent.

Diese Unternehmenssicht unterscheidet sich vom Projektwert des Rechners, der eine einzelne Investition bewertet. Als Spitzenkennzahl gehört die Kapitalrendite zu den zentralen Key Performance Indicators im Controlling.

So steigern Sie den ROI: 4 Hebel aus der Formel

Aus der ROI-Berechnung ergeben sich vier Stellschrauben, an denen Sie ein Vorhaben verbessern können:

  • Rohertragsmarge erhöhen: Bessere Einkaufskonditionen, weniger Fremdleistungen oder höhere Preise lassen mehr vom Umsatz als Rohertrag übrig. Bei 25.000 Euro Mehrumsatz und 5.000 Euro Investition hebt ein Plus von 5 Prozentpunkten Marge den ROI von 100 auf 125 Prozent.
  • Zusätzlichen Umsatz steigern: Eine bessere Auslastung der Anlage oder ein gezielter Vertrieb erhöhen den Rohertrag bei gleicher Investition. Halten Sie fest, woher der Mehrumsatz stammt, etwa über Auftragsnummern, Kampagnen-Tracking oder Gutscheincodes, damit nur Umsatz zählt, den die Investition tatsächlich ausgelöst hat.
  • Investition senken: Vergleichsangebote, gebrauchte Anlagen oder ein kleinerer erster Ausbauschritt verringern die Investition, die in der Formel abgezogen wird und zugleich im Nenner steht. Förderzuschüsse senken den Eigenanteil und gehören dokumentiert in die Rechnung.
  • Laufzeit verkürzen: Erzielen Sie denselben Mehrumsatz in weniger Monaten, steigt der ROI je Jahr bei gleichem Gesamtwert. Ein schneller Anlauf durch Schulung und Vorbereitung verkürzt die Zeit bis zum Ergebnis und hebt so den Jahreswert.

Um den ROI berechnen und gezielt verbessern zu können, rechnen Sie deshalb mehrere Varianten im Rechner durch und vergleichen, welcher Hebel am meisten bringt.

Rentabilitätskennzahlen im Vergleich: Welche Frage jede Kennzahl beantwortet

Die Kennzahlen dieser Familie folgen einer ähnlichen Logik: Bei ROI, ROA, ROCE und ROE wird ein Ergebnis durch eine Kapitalgröße geteilt, beim ROMI durch die Marketingkosten. Der ROAS fällt heraus, weil er den Umsatz statt eines Ergebnisses auf die Werbekosten bezieht. Die Kennzahlen unterscheiden sich also im Zähler, vor allem aber im Nenner und damit in der Frage, die sie beantworten. Die Tabelle stellt die gebräuchlichen Varianten mit ihrer Leitfrage und ihren Bestandteilen nebeneinander:

KennzahlBeantwortet die FrageZählerNenner
ROI (Projekt)Hat sich das Vorhaben gelohnt?Ergebnis der InvestitionInvestition
ROMI (Marketing)Hat sich die Kampagne gelohnt?Ergebnis der MarketingmaßnahmeMarketingkosten
ROA, GesamtkapitalrentabilitätWie gut arbeitet das gesamte Kapital?Jahresüberschuss vor Steuern plus FremdkapitalzinsenGesamtkapital
ROCEWie rentabel ist das betrieblich gebundene Kapital?Betriebsergebnis (EBIT)Betrieblich eingesetztes Kapital
ROE, EigenkapitalrentabilitätWas verdienen die Eigentümer?JahresüberschussEigenkapital
ROASWie viel Umsatz bringt ein Werbe-Euro?Umsatz aus WerbungWerbekosten

Tabelle 4: ROI, ROMI, ROA, ROCE, ROE und ROAS im Vergleich

Achten Sie beim Vergleich zuerst darauf, ob Zähler und Nenner zusammenpassen. Ein hoher ROE kann allein aus wenig Eigenkapital entstehen. Beim ROAS fehlt im Zähler der Abzug der direkten Kosten, deshalb kann er hoch ausfallen, während das Ergebnis negativ ist. Für Investitionsentscheidungen im Betrieb bleibt der Projektwert die passende Größe, für Bilanzanalysen und das Rating der Bank eher ROA und ROE.

ROAS und ROI im Marketing: Ab welchem ROAS sich Werbung lohnt

Beim ROI im Marketing fällt oft ein zweiter Begriff: der ROAS, der Return on Advertising Spend. Er beantwortet, wie viel Umsatz ein Euro Werbebudget bringt:

ROAS in % = Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten × 100

Ein ROAS von 400 Prozent heißt: 1.000 Euro Werbung bringen 4.000 Euro Umsatz. In der Kampagnensteuerung zählen ROAS und POAS im E-Commerce zu den gängigen Kennzahlen.

Der Haken liegt im Zähler: Bei 20 Prozent Rohertragsmarge bleiben von 4.000 Euro Umsatz nur 800 Euro Rohertrag. Der ROI ist dann mit minus 20 Prozent negativ, obwohl der ROAS hoch wirkt. Gerade im Onlinehandel mit niedrigen Margen führt das schnell zu falschen Budgetentscheidungen. Ab wann Werbung Geld verdient, zeigt der Mindest-ROAS:

Mindest-ROAS in % = 100 ÷ Rohertragsmarge in % × 100

Bei 40 Prozent Marge liegt die Schwelle bei 250 Prozent. Sie folgt direkt aus der ROI-Formel, wenn das Ergebnis genau null ist. Die Tabelle zeigt Mindestumsatz und Mindest-ROAS für 1.000 Euro Werbebudget, aufsteigend nach der Marge sortiert:

RohertragsmargeMindestumsatz je 1.000 € WerbungMindest-ROAS (ROI 0 %)
20 %5.000,00 €500,00 %
25 %4.000,00 €400,00 %
30 %3.333,33 €333,33 %
40 %2.500,00 €250,00 %
50 %2.000,00 €200,00 %
85 %1.176,47 €117,65 %

Tabelle 5: Mindestumsatz und Mindest-ROAS je Rohertragsmarge bei 1.000 Euro Werbebudget

Je niedriger die Marge, desto höher muss der ROAS ausfallen, bevor die Kampagne Geld verdient. Für einen guten ROI legen Sie einen Aufschlag auf diese Schwelle fest, der Agenturkosten und Ziele abdeckt.

Experten-Tipp!
Lassen Sie sich von Ihrer Agentur neben dem ROAS regelmäßig auch den Netto-Umsatz nach Retouren ausweisen. Vereinbaren Sie schriftlich, welche Umsätze der Kampagne zugerechnet werden. Das verhindert Streit über Erfolgsprämien.

8 Fehler beim Berechnen des ROI

Fehlschlüsse bei der ROI-Berechnung entstehen selten in der Rechnung selbst, meist stecken sie in den Eingaben. Wer den ROI berechnen will, sollte diese acht Stolperfallen kennen:

  • Umsatz statt Rohertrag: Wer den vollen Umsatz einsetzt, überschätzt das Ergebnis um Wareneinsatz und Fremdleistungen, bei niedriger Marge schnell um ein Vielfaches.
  • Interne Kosten vergessen: Eigene Arbeitszeit für Einführung und Pflege, Schulungen und Folgekosten gehören in die Investition, sonst fällt der Wert zu hoch aus.
  • Zeitraum zu kurz: Vorhaben mit Anlaufzeit, etwa SEO als langfristige Investition, wirken oft erst nach Monaten und sehen in den ersten Wochen schlechter aus, als sie sind.
  • Jahreswert durch einfaches Teilen: Wer 50 Prozent über fünf Jahre durch fünf teilt, erhält 10 Prozent ohne Zinseszins und kann diesen Wert nicht mit dem Jahreswert des Rechners vergleichen, der mit Zinseszins 8,45 Prozent ausweist.
  • Gesamtwerte verschiedener Laufzeiten vergleichen: 50 Prozent in fünf Jahren wirken besser als 30 Prozent in einem Jahr, liefern je Jahr aber deutlich weniger.
  • Mitnahmeeffekte zurechnen: Umsatz, der auch ohne die Investition gekommen wäre, gehört nicht in die Rechnung und bläht das Ergebnis auf.
  • ROAS mit ROI verwechseln: Ein hoher ROAS sagt nichts über das Ergebnis aus, solange die Marge in der Betrachtung fehlt und Agenturkosten außen vor bleiben.
  • Brutto und netto mischen: Stehen Investition und Umsatz in verschiedener Form im Rechner, verzerrt die Umsatzsteuer das Ergebnis.

Belastbar wird das Ergebnis, wenn Sie die Annahmen vor dem Start festhalten und für Umsatz, Marge und Kosten eine Quelle nennen können, etwa Angebote, Vorjahreswerte oder Kundenzusagen.

Was der ROI-Rechner nicht abbildet

Der ROI-Rechner bildet reine Kosteneinsparungen, Finanzierungskosten, den Zeitwert des Geldes, Steuern und Zahlungszeitpunkte nicht ab, weil er eine Investition nur über Umsatz und Marge bewertet. Diese Sonderfälle liegen außerhalb des Modells. Kennen Sie sie, bevor Sie den ROI berechnen und eine Entscheidung darauf stützen:

  • Reine Kosteneinsparungen: Investitionen, die Kosten senken, aber keinen zusätzlichen Umsatz bringen, passen nicht in das Umsatzfeld. Für sie ist ein Kostenvergleich mit und ohne Investition der bessere Weg.
  • Finanzierungskosten: Kreditzinsen zieht der Rechner nicht ab, deshalb rechnen Sie sie entweder zur Investition oder vergleichen den ROI je Jahr mit dem Kreditzins, nicht beides, sonst zählen sie doppelt. Bei Leasing tragen Sie statt des Kaufpreises die Summe aus Sonderzahlung und Raten über die Laufzeit ein, die Finanzierungskosten sind darin bereits enthalten und ein zusätzlicher Vergleich mit dem Kreditzins entfällt.
  • Zeitwert des Geldes: Ein Euro in drei Jahren ist heute weniger wert, die Rechnung zinst aber nicht ab. Für langfristige Vorhaben mit ungleich verteilten Rückflüssen ist die Kapitalwertmethode genauer.
  • Steuern, Abschreibung und Restwert: Ertragsteuern, die Verteilung der Anschaffung über die Nutzungsdauer und der Wiederverkaufswert fließen nicht ein. Das Ergebnis ist damit ein Wert vor Steuern.
  • Zahlungszeitpunkte: Wann Geld fließt, zeigt die Kennzahl nicht. Wie sich der Unterschied zwischen Liquidität und Rentabilität im Alltag auswirkt, sollten Sie bei größeren Anschaffungen gesondert prüfen.
  • Risiko und Bandbreiten: Der Rechner arbeitet mit genau einem Wert je Eingabe. Unsichere Annahmen bilden Sie ab, indem Sie mehrere Szenarien rechnen, etwa einen Plan- und einen vorsichtigen Fall.
  • Geldanlagen: Für Aktien, Fonds oder Festgeld mit Haltedauer, Dividenden und Zinsen ist ein Renditevergleich der passende Ansatz. Das Werkzeug ist für betriebliche Investitionen mit Mehrumsatz gebaut.

Die Kennzahl bleibt damit eine schnelle, transparente Erstbewertung. Bei größeren Vorhaben ergänzt eine betriebswirtschaftliche Beratung die Modellrechnung um Finanzierung, Steuern und Liquidität.

Fazit: ROI berechnen, Rohertrag ansetzen, mit Kapitalkosten vergleichen

Den ROI berechnen Sie mit drei Angaben: dem Einsatz, dem Mehrumsatz und der Rohertragsmarge. Entscheidend ist, dass die ROI-Formel den Rohertrag statt des Umsatzes verwendet und die Investition sämtliche Kosten des Vorhabens enthält, die nicht schon in der Marge stecken, auch die eigene Arbeitszeit und spätere Folgekosten.

Erst der Zeitraum macht das Ergebnis vergleichbar. Stellen Sie Vorhaben unterschiedlicher Laufzeit über den ROI je Jahr gegenüber und legen Sie ihn neben Ihre Kapitalkosten. Ein Jahreswert über dem Kreditzins zeigt eine Investition, die mehr abwirft, als ein Kredit kostet, ein Wert darunter verfehlt schon diese Untergrenze.

Machen Sie daraus eine feste Routine: vor der Freigabe rechnen, mit einem vorsichtigen Umsatz gegenrechnen und nach Abschluss mit Ist-Zahlen prüfen. So wird aus einer Prozentzahl eine belastbare Entscheidung, die Sie gegenüber Bank, Gesellschaftern und Team begründen können.

Diese AGITANO-Rechner beantworten die Fragen, die der ROI offenlässt: Woher die Marge kommt, ab wann sich ein Vorhaben trägt und ob das laufende Geschäft das Geld dafür erwirtschaftet.

  • Margenrechner fehlt Ihnen die Rohertragsmarge für den ROI, ermitteln Sie sie mit diesem Rechner aus Einkaufs- und Verkaufspreis je Einheit.
  • Deckungsbeitragsrechner zeigt, was ein Angebot nach variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Die Deckungsbeitragsquote eignet sich als Rohertragsmarge, wenn Ihre variablen Kosten den direkten Kosten entsprechen.
  • Break-Even-Point-Rechner bestimmt Menge und Umsatz, ab denen die Erlöse die Kosten decken. Das ergänzt den ROI um die Frage, ab welchem Absatz sich ein Vorhaben trägt.
  • Rendite-Rechner berechnet die Rendite von Geldanlagen wie Aktien, Fonds, ETF oder Anleihen pro Jahr, auch mit Nachkäufen. So vergleichen Sie eine betriebliche Investition mit der Alternative am Kapitalmarkt.
  • Cashflow-Rechner ermittelt aus Gewinn und Abschreibungen den operativen Cashflow eines Zeitraums und zieht auf Wunsch die Investitionen ab. Der Free Cashflow zeigt, ob das laufende Geschäft die Investitionen aus eigener Kraft finanziert hat.

Alle Rechner sind kostenfrei und zeigen den vollständigen Rechenweg.

Häufige Fragen (FAQ) zum ROI berechnen und zum ROI-Rechner

Wie kann ich den ROI berechnen?

Den ROI berechnen Sie, indem Sie den Überschuss einer Investition durch ihre Kosten teilen und mit 100 multiplizieren. Der Überschuss ist der Rohertrag aus dem Mehrumsatz abzüglich der Investition.

Ein Beispiel: Wer 2.000 Euro investiert und damit 6.000 Euro mehr umsetzt, erzielt bei 50 Prozent Marge 3.000 Euro Rohertrag. Nach Abzug der 2.000 Euro bleiben 1.000 Euro Überschuss, der ROI beträgt 50 Prozent. Rechnen Sie durchgehend mit Nettobeträgen und nur mit dem Umsatz, der tatsächlich auf die Investition zurückgeht.

Wie hoch ist ein guter ROI?

Ein guter ROI liegt auf ein Jahr umgerechnet über Ihren Kapitalkosten. Als Untergrenze dient der Kreditzins: Firmenkredite im Euroraum lagen im September 2026 laut EZB bei durchschnittlich 3,90 Prozent.

Eine feste Prozentgrenze gibt es nicht, weil Risiko und Laufzeit den Maßstab verschieben. Für riskante Vorhaben wie den Einstieg in einen neuen Markt setzen Sie einen deutlich höheren Zielwert an. Einzelne Projekte scheitern, und die erfolgreichen müssen diese Ausfälle mittragen. Kurze Kampagnen bis zwölf Monate bewerten Sie über den Gesamtwert und vergleichen ihn mit den Kapitalkosten für dieselbe Laufzeit.

Was bedeutet ein ROI von 100 Prozent?

Ein ROI von 100 Prozent bedeutet, dass der Überschuss genau so hoch ist wie die Investition: Der Rohertrag beträgt das Doppelte des Einsatzes. Aus 5.000 Euro Einsatz sind 10.000 Euro Rohertrag und 5.000 Euro Überschuss geworden.

Wie gut dieser Wert ist, entscheidet die Laufzeit. Innerhalb eines Jahres erreicht, liegt er weit über üblichen Kreditkosten. Verteilt auf 120 Monate entspricht er nur durchschnittlich 7,18 Prozent je Jahr. Ein Umsatz in Höhe der Investition ergäbe bei 40 Prozent Marge dagegen minus 60 Prozent.

Ist ein ROI von 10 oder 20 Prozent ein guter Wert?

Ein ROI von 10 oder 20 Prozent innerhalb von zwölf Monaten liegt klar über üblichen Kreditzinsen und erfüllt damit die Untergrenze für einen guten Wert. Über mehrere Jahre verteilt, schrumpft derselbe Wert deutlich.

Bei 5.000 Euro Investition stehen 10 Prozent für 500 Euro Überschuss, 20 Prozent für 1.000 Euro. Verteilt sich ein ROI von 20 Prozent auf 36 Monate, bleiben durchschnittlich 6,27 Prozent je Jahr. Vergleichen Sie diesen Jahreswert mit Ihrem Kreditzins, bei riskanten Vorhaben mit einem höheren Zielwert, bevor Sie das Ergebnis als gut einstufen.

Wie ist ein ROI von 0,5 zu verstehen?

Ein ROI von 0,5 ist meist als Dezimalzahl angegeben und entspricht 50 Prozent: Der Überschuss beträgt die Hälfte der Investition. Seltener sind 0,5 Prozent gemeint, also fast kein Überschuss.

Den Unterschied klären Sie über die Einheit. Steht kein Prozentzeichen dabei, multiplizieren Sie den Wert mit 100. Bei 5.000 Euro Investition steht der Dezimalwert 0,5 für 2.500 Euro Überschuss, ein ROI von 0,5 Prozent dagegen für 25 Euro. Fragen Sie im Zweifel nach, welche Schreibweise der Absender verwendet.

Was ist ein ROI-Rechner?

Ein ROI-Rechner berechnet aus Investition, zusätzlichem Umsatz und Rohertragsmarge den Return on Investment in Prozent und zeigt den Rechenweg. Der AGITANO-Rechner ist kostenfrei und weist ab 13 Monaten Laufzeit zusätzlich den ROI je Jahr aus.

Die Laufzeit in Monaten ist optional. Mit dem Jahreswert stellen Sie Projekte verschiedener Dauer einander gegenüber. Sämtliche Beträge werden netto eingegeben. Die Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen. Kosten des Vorhabens, die nicht in der Rohertragsmarge stecken, etwa eigene Arbeitszeit, rechnen Sie zur Investition hinzu.

Welcher ROI gilt im Marketing und bei Google Ads als gut?

Im Marketing und bei Google Ads ist ein ROI über 0 Prozent die Untergrenze: Erst dann deckt der Rohertrag sämtliche Werbe- und Agenturkosten. Für das reine Werbebudget muss der ROAS mindestens 100 geteilt durch die Marge erreichen, bei 40 Prozent Marge also 250 Prozent.

Bei 25 Prozent Marge liegt diese Schwelle schon bei 400 Prozent ROAS, bei 20 Prozent Marge bei 500 Prozent. Agenturhonorare und weitere Kampagnenkosten heben sie an und gehören mit in die Investition. Für einen guten Wert planen Sie bewusst einen Puffer über dieser Schwelle ein, der Ihre Ziele abbildet. Folgekäufe von Neukunden rechnen Sie nur ein, wenn Sie sie belegen können.

Worin unterscheiden sich ROI, ROE und ROCE?

ROI, ROE und ROCE teilen ein Ergebnis durch unterschiedliche Kapitalgrößen: der ROI durch die Investition oder das Gesamtkapital, der ROE durch das Eigenkapital, der ROCE durch das betrieblich eingesetzte Kapital.

Daraus folgen verschiedene Aussagen. Der ROE zeigt die Verzinsung aus Sicht der Eigentümer. Er steigt mit mehr Fremdkapital, solange das Gesamtkapital mehr abwirft, als die Kredite kosten. Der ROCE lässt Finanzanlagen außen vor. Für eine einzelne Anschaffung oder Kampagne ist der ROI die passende Kennzahl.

Wie lässt sich der Return on Investment eines Unternehmens berechnen?

Den Return on Investment eines Unternehmens erhalten Sie als Gewinn geteilt durch Gesamtkapital mal 100 oder nach dem DuPont-Schema als Umsatzrendite mal Kapitalumschlag. Mit derselben Gewinngröße führen beide Wege zum selben Ergebnis.

Ein Beispiel: 50.000 Euro Gewinn bei 1 Million Euro Umsatz ergeben 5 Prozent Umsatzrendite. Bei 500.000 Euro Gesamtkapital wird das Kapital zweimal umgeschlagen. Fünf Prozent mal zwei ergeben einen ROI von 10 Prozent, ebenso wie 50.000 geteilt durch 500.000. An der Zerlegung lesen Sie ab, welcher der beiden Treiber verbessert werden sollte.

Ist der ROI ein KPI?

Der ROI ist ein klassischer Key Performance Indicator, weil er den Erfolg einer Investition in einer vergleichbaren Prozentzahl ausdrückt. Im Controlling steht er an der Spitze des DuPont-Kennzahlensystems.

Als KPI eignet er sich, wenn Ziel, Zeitraum und Berechnungsweg vorher feststehen. Für Projekte lässt sich dafür ein Mindest-ROI vereinbaren, an dem jedes neue Vorhaben gemessen wird. Im Marketing ergänzen Kosten pro Lead oder ROAS den ROI. Sie ersetzen ihn aber nicht, weil sie Kosten und Ertrag nur teilweise abbilden.

Lässt sich der ROI berechnen, wenn eine Investition mehrere Jahre läuft?

Der ROI mehrjähriger Investitionen wird über die gesamte Laufzeit ermittelt und für Vergleiche auf ein Jahr umgerechnet: ROI je Jahr = ((1 + ROI ÷ 100) ^ (12 ÷ Monate) − 1) × 100.

150 Prozent über 36 Monate ergeben so durchschnittlich 35,72 Prozent pro Jahr. Eine einfache Division durch drei käme auf 50 Prozent, ließe aber den Zinseszinseffekt außer Acht. Im ROI-Rechner tragen Sie die Laufzeit in Monaten ein, bis höchstens 120. Bis zwölf Monate bleibt es beim Gesamtwert, weil sich wenige Monate nicht seriös auf ein Jahr hochrechnen lassen.

Wie berechnet man den ROI in Excel?

In Excel berechnen Sie den ROI mit einer Zeile: Investition in A2, Umsatz in B2, Marge in C2 als Zahl, etwa 40. In D2 liefert =RUNDEN((B2*C2/100-A2)/A2*100;2) den ROI in Prozent.

Für den Jahreswert ab 13 Monaten tragen Sie die Monate in E2 ein. In F2 teilt =RUNDEN(((1+D2/100)^(12/E2)-1)*100;2) den Wert aus D2 durch 100, addiert 1, potenziert mit 12 geteilt durch E2, zieht 1 ab und multipliziert mit 100. Der AGITANO-Rechner rundet zusätzlich den Rohertrag auf Cent und rechnet mit dem ungerundeten ROI, deshalb kann die letzte Nachkommastelle selten minimal abweichen. Für Vergleiche eignet sich eine Zeile je Projekt.

Welche Fehler passieren beim ROI berechnen am häufigsten?

Beim Berechnen des ROI passieren vor allem drei Fehler: Der Umsatz wird statt des Rohertrags eingesetzt, interne Kosten fehlen in der Investition, und Vorhaben mit unterschiedlicher Laufzeit werden ohne Jahreswert verglichen.

Jeder dieser Fehler verschiebt das Ergebnis deutlich. Wer etwa 25.000 Euro Umsatz statt 10.000 Euro Rohertrag ansetzt, kommt bei 5.000 Euro Investition auf 400 statt 100 Prozent. Dokumentieren Sie Ihre Annahmen deshalb vor dem Start und gleichen Sie sie nach dem Ende mit den tatsächlichen Werten ab.

Disclaimer

Disclaimer: Beitrag und ROI-Rechner dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine betriebswirtschaftliche, steuerliche oder rechtliche Beratung. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Modellrechnung auf Basis Ihrer Eingaben. Maßgeblich für Investitionsentscheidungen sind Ihre tatsächlichen Zahlen, Verträge und die Einschätzung Ihrer Berater.

Autor: Oliver Foitzik, Herausgeber und Chefredakteur von AGITANO.