Wirtschaft

20 von 26 Online-Kredite haben gravierende Mängel

Eine EU-weite Überprüfung von Verbraucherkredit-Internetseiten hat ein überwiegend negatives Ergebnis zu Tage gebracht. 20 der 26 in Deutschland untersuchten Internetseiten, die online Kredite oder Kreditkarten anbieten, wiesen Mängel auf. Sie würden die Kunden nicht ausreichend oder zum Teil sogar irreführend über die wichtigsten Kriterien der Kreditvergabe aufklären und damit gegen die verbraucherrechtlichen Vorschriften verstoßen. Europaweit haben nur 30% der 562 überprüften Websites die Kontrolle bestanden. Die nationalen Behörden werden die Unternehmen nun kontaktieren, um Klarstellung ersuchen und zur Korrektur ihrer Websites auffordern. Anschließend werden gegebenenfalls rechtliche Schritte eingeleitet und eventuell Geldbußen verhängt.

Die drei häufigsten Mängel:

1. Fehlende Angaben in der Werbung für die Kreditangebote:
Fast 50% der untersuchten Internetseite enthielten in der Werbung keine Pflichtangaben zum effektiven Jahreszins, Angaben zu eventuell verpflichtenden Nebendienstleistungen oder Angaben über die Kreditlaufzeit.

2. Fehlende Angaben im Angebot:
43% der Websites wiesen auch die einzelnen Bestandteilen der Gesamtkosten nicht klar aus, etwa die Zinsart (fest, variabel oder gemischt), die Vertragslaufzeit und auch einige der mit dem Kredit verbundenen Zusatzkosten, zum Beispiel der Abschlussgebühr.

3. Irreführende Darstellung der Kosten:
Auf 20% der Internetseiten wurden Kosten falsch oder auf eine Weise dargestellt, die den Verbraucher täuschen könnte. Dies betrifft die Art der Preisberechnung, oder dass der Verbraucher nicht über die Kosten für den eigentlichen Verbraucherkredit informiert wird.
 

 

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