Wirtschaft

Ägypten verhandelt mit Schweiz über 324 Mio. Euro Mubarak-Gelder

Die Schweiz hat sich bereit erklärt, Ägypten bei der Rückführung von Geldern des gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak und enger Vertrauter zu helfen, unter der Bedingung, dass deren illegale Herkunft erwiesen ist. Konkret geht es um Vermögenswerte in Höhe von 323,8 Millionen Euro. Betroffen sind neben dem Ex-Präsidenten Mubarak dessen Ehefrau Suzanne, seine Söhne Gamal und Alaa, ein Schwager sowie mehrere Minister und Politiker der ehemaligen Regimepartei NDP. Die Schweiz hatte bereits am 11. Februar, dem Tag des von den Demonstranten erzwungenen Rücktritts Mubaraks, die Konten des Ex-Präsidenten und 13 weiterer Personen aus dessen Umfeld sperren lassen. Mubarak (83) steht derzeit unter Arrest, seine Söhne Gamal und Alaa sitzen in Kairo in Untersuchungshaft, auch gegen Mubaraks Frau laufen Ermittlungen. Zwei Ex-Regierungsmitglieder, der ehemalige Innenminister Habib al-Adli und der ehemalige Tourismusminister Suhair Garana, wurden bereits wegen Bestechung und Veruntreuung zu Gefängnisstrafen von zwölf beziehungsweise fünf Jahren verurteilt. Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig. Die neuen Behörden in Kairo haben insgesamt 6.000 Anklagen gegen Vertreter des früheren Regimes wegen kriminellen Handlungen deponiert. Die Summe der in der Schweiz gelagerten Gelder könnte sich indes laut Schweizer Medieninformationen noch deutlich erhöhen.

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