Energie & Umwelt

Allein Sonnenschutzsysteme können EU-weit über 42 AKWs einsparen

Die Gebäude in Europa verbrauchen rund 40 Prozent der Primärenergie. Die 190 Millionen Gebäude in der EU weisen dabei eine Verglasungsfläche von rund 1 Milliarde m2 auf. Der europäische Dachverband der Sonnenschutzindustrie (ES-SO) hat in seiner ESCORP-Studie errechnet, dass allein durch richtig eingesetzten, flexiblen Sonnenschutz für die Kühlung von Räumen 360.000 GWh pro Jahr eingespart werden können. Bei einer durchschnittlichen Kernkraftwerkleistung von 8.500 GWh pro Jahr entspricht das rund 42 AKWs. Ein flexibler Sonnenschutz schützt aber nicht nur vor übermäßiger Überwärmung im Sommer, sondern wird im Winter weggefahren und gibt somit die Fenster frei, die so zu solaren Heizkörpern werden. Johann Gerstmann, Sprecher des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik: „Es ist unverständlich, dass auf dieses ökologische und ökonomische Potential im Großen und Ganzen schlichtweg verzichtet wird – und zwar sowohl von der Politik als auch von Planern und Betreibern!“ Das entspricht in etwa 43 Mio. Tonnen Öl. Mit einem intelligenten Sonnenschutz kann zudem das Tageslicht gerade in Bürogebäuden sinnvoll gelenkt werden, wodurch ebenfalls eine große Menge Energie vermieden werden kann. Gerstmann weiter: „ In Bürogebäuden entfallen 35 % und mehr des Primärenergiebedarfs auf künstliche Beleuchtung! Durch gezielte Tageslichtnutzung und Lichtmanagement lässt sich dieser Wert um bis zu 80 % senken!“ Insgesamt entspricht das Energie-Einsparpotenzial der Häuser in der EU rund 500.000 GWh pro Jahr.
 

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