Neue Medien

Anonymous bekommt eigenen Film – Eine Dokumentation über den Hacktivism

Dem Hackerkollektiv Anonymous wurde in den letzten Wochen und Monaten sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Und diese hatten sich die Internetaktivisten auch durch viele spektakuläre Aktionen auch mehr oder weniger „verdient“. Sei es das abgehörte Telefonat des FBIs, den Angriff auf Monsanto, auf die österreichische FPÖ, durch eine abgeänderte Version der neuen ungarischen Verfassung, oder durch die Festnahme vermutlicher Lulzsec-Mitglieder durch die Behörden.

Nun widmet sich eine ganze Dokumentation der sogenannten Hacktivisten-Szene. Der von Regisseur Brian Knappenberger gedrehte Streifen nennt sich: “We Are Legion: The Story of the Hacktivists” und hatte diese Woche in Austin/ Texas Premiere. In dem Machwerk soll es dem Filmteam gelungen sein, tief in die Welt der Hacktivisten einzudringen und das Phänomen Anonymous ausführlich zu beleuchten. Zudem gibt es einen Rückblick auf die frühen Wurzeln der Bewegung, die mit Gruppen wie „Cult of the Dead Cow“ und „Electronic Disturbance Theater“ ihren Ursprung nahm. In der Zeitleiste bewegt sich die Dokumentation dann weiter zum Board 4chan, in dem die Anonymous-Bewegung sozusagen geboren wurde, bis hin zu den spektakulären Hacks, der Hilfe für die Aufständischen im arabischen Frühling und der Transformation von der reinen Internet-Garde hin zum Protestpotential auf den Straßen der globalisierten Welt.

Viele Experten und Sympathisanten kommen in der Dokumentation zu Wort, gepaart mit Nachrichten, Meinungen und Behördenmeldungen, Statements von „Fernsehexperten“ werden genauso genüsslich wiedergegeben, wie die Schimpftiraden vermeintlicher Opfer der Bewegung.

(sm)

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