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Apple gewinnt ersten Schritt in Patentklage gegen Googles Android

Die US-Handelsbehörde ITC hat in einem Patentstreit geurteilt, der taiwanesische Konkurrent und Google Partner bei Smartphones HTC habe in zwei Fällen Funktionen von Apple abgekupfert. Die allerdings erst vorläufige Entscheidung könnte Auswirkungen auf alle Handys mit Googles Betriebssystem Android haben. HTC wehrt sich gegen die Vorwürfe von Apple. Nach eigener Darstellung gebe es für die Themen, die Apple aufgebracht hat, eigene alternative Lösungen von HTC. Der taiwanische Konzern ist daher darauf eingestellt, sich „mit allen Mitteln zu wehren“. Der südkoreanische Rivale Samsung, auf dessen Geräten ebenfalls Googles Android läuft, hat auf eine ähnlich Klage durch Apple bereits mit einer Gegenklage reagiert. Der Anteil der Android-Smartphones beträgt derzeit rund 38,1%, Apple kommt auf 26,6%.
Apple hatte im März 2010 gegen HTC geklagt und Verstöße gegen insgesamt bis zu 20 Patente vorgeworfen (in erster Linie Patente rund um Software-Architektur, Nutzerschnittstellen für mobile Geräte, Hardware für Touchscreens und Bewegungssensoren) – in acht Fällen wurde Apples Klage abgelehnt, in zwei Fällen bekam der Konzern nun jedoch Recht. Eines dieser beiden Patente sei nach Experten-Meinung für das Betriebssystem Android existenziell. Wenn HTC den Rechtsstreit auch nur bei einem einzigen Patent verlieren sollte, könnte die ITC ein Importverbot für die betroffenen Produkte verhängen.

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