Regionales

Baden-Württemberg fordert gleiche Bezahlung – unabhängig vom Geschlecht

Baden-Württemberg fordert in einer Bundesratsinitiative, dass die Bundesregierung die Diskriminierung von Frauen durch Ungleichheiten bei der Bezahlung gesetzlich unterbindet.

„Die Bundesregierung sollte die baden-württembergische Bundesratsinitiative zur Beseitigung von Entgeltungleichheit rasch aufgreifen und die damit verbundene Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt beenden. Zur Chancengleichheit gehört untrennbar die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern“, sagte Bundesrats- und Europaminister Peter Friedrich am Donnerstag (29.03.2012) in Berlin.

Ziel der Bundesratsinitiative ist es, die Lohndifferenzen, die auf der Diskriminierung von Frauen beruhten („Gender Pay Gap“), zu beseitigen. Um die Lücke bei der Entlohnung in jedem Betrieb ermitteln zu können, sollen geeignete, durch den Bund zertifizierte Lohnmess-Verfahren verbindlich eingeführt werden. Die Tarifpartner sollen bei der Ermittlung der tatsächlich in einem Betrieb vorhandenen Entgeltungleichheit eingebunden werden.

Die Initiative sieht zudem vor, dass Unternehmen und Betriebe mit einer bestimmten Beschäftigtenzahl verpflichtet werden, regelmäßig oder in Verdachtsfällen ihre Entgeltsysteme und Arbeitsplatzbewertung zu überprüfen.

Nach der Vorstellung im Plenum wird der Entschließungsantrag antragsgemäß an die Ausschüsse zur Beratung und zur Vorbereitung einer Entscheidung des Bundesrates gehen.

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