Regionales

Baden-Württemberg mit 38% Erneuerbare bis 2020

Laut aktualisierten Prognosen des Umweltministers Franz Untersteller wird Baden-Württemberg im Jahr 2020 rund 38% seines Stroms mit Erneuerbaren Energien produzieren. Damit werden die Pläne der Vorgängerregierung deutlich übertroffen. Wind und Sonne werden mit rund 14 Twh/a in 2020 rund 22% des Strombedarfs decken. Bei Biomasse und Wasserkraft sei mit 9 Twh/a eine gewisse Sättigung erreicht, die beiden Energieformen seien aber wegen ihrer bedarfsgerechten Produktion für die technische Stabilität des Stromnetzes bei hohen Angebots- und Nachfrageschwankungen von großer Bedeutung.

Derzeit werden 17,2% der Stromerzeugung in Baden-Württemberg mit Erneuerbaren Energien produziert. Dabei entfällt auf die Wasserkraft und die Biomasse mit fast 75% der größte Anteil.

Um den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung zu erleichtern und zu beschleunigen sollen zunächst die vorhandenen Ausbau-Potentiale im Land detailliert erfasst und angemessen ausgeschöpft werden. Aus diesem Grund will die Grün-Rote Regierung eine Potentialanalyse zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien für ganz Baden-Württemberg erarbeiten lassen. Dies sei dann zudem auch ein wichtiger Baustein für die bessere Vernetzung lokaler und regionaler Energiekonzepte.

Bei den Regierungspräsidien werden vier „Kompetenzzentren Energie“ und bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) ein zentrales „Kompetenzzentrum Windenergie“ eingerichtet. Deren Aufgabe werde es sein, Kommunen, Planern und Investoren beim Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung zu unterstützen und zu beraten. Dies diene zudem auch der Verfahrenserleichterung und -beschleunigung.
 

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