Technologie

Bakterien als Arbeiter: Stromkabelverlegung auf der Nanoebene

Forscher haben Bakterien entdeckt, die leitfähige Stoffe produzieren können. Die „Geobacter sulfurreducens“ Bakterien haben die Fähigkeit dünne Netze aus Proteinfäden, die um ein zehntausendfaches dünner sind als ein Menschen Haar, herzustellen. Das Besondere an diesen Fäden ist, dass sie Strom so gut wie Metallkabel leiten können. Durch diese kleinen Stromleiter könnte die Elektroindustrie revolutioniert werden. Die Nano-Arbeiter sind theoretisch in der Lage, millionstel Millimeter große Bauteile für Chips oder Sensoren zu liefern. Diese Entdeckung eröffnet noch ungeahnte Möglichkeiten für Forschung und Technik. „Im Prinzip machen wir Elektronik aus Essig – viel billiger kann es nicht werden“, so Mark Tuominen von der University of Massachusetts in Amherst. Es sei außerdem möglich die Übertragungseigenschaften der Strukturen mittels Temperatur oder Genaktivität auf die jeweilige Situation anzupassen. „Wir können nun eine ganze Reihe von neuen, leitfähigen Nanomaterialien erforschen, die lebendig und ungiftig sind, natürlich vorkommen, und einfacher und günstiger herzustellen sind als menschengemachte“, versprachen die Wissenschaftler. Die Möglichkeit der billigen Züchtung von Nano-Elektroleitern durch Nanotechnologie könnte der Elektroindustrie bisher ungeahnte Möglichkeiten eröffnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.