Energie & Umwelt

Bayer, Microsoft und General Motors finanzieren Klimawandelskeptiker

Der DeSmogBlog hat Dokumente des erzkonservativen, amerikanischen Heartland-Instituts veröffentlicht. Diese beinhalten detailreiche Informationen über deren Spender und Strategien, die darauf abzielen seriöse Klimawissenschaftler zu diskreditieren. Mit den erhaltenen Spenden finanziert das Institut, das eine der aktivsten Lobbyorganisation ist, scheinbar neutrale Organisationen und Personen, die damit Zweifel am Klimawandel verbreiten sollen. Auf der Liste der Spender sind der US-Mischkonzern Koch Industries, aber auch viele unerwartete Firmen zu finden: Microsoft, General Motors, der Telekommunikationskonzern AT&T, der Medienkonzern Time Warner oder das deutsche Unternehmen Bayer. Die größte Spendensumme konnte leider nicht zugeordnet werden, da der Spender anonym blieb.

Durch die Veröffentlichung der Dokumente wird nun deutlich, dass viele scheinbar seriöse Klimaskeptiker über das Heartland Institute mit Spenden aus der Industrie versorgt werden. Der Think Tank steht der extrem rechten Tea Party-Bewegung nahe.

Für das Jahr 2012 plant das Institut die Verteilung von Bildungsmaterialien für Schulen. Damit soll für die äußerst umstrittene Fracking-Technologie  zur Förderung fossiler Brennstoffe geworben werden.

In den 1990er Jahren machte Heartland durch eine Kampagne gegen Nichtraucherschutz auf sich aufmerksam. Finanziert durch den Tabakgiganten Philipp Morris entwarf das Institut Studien, die einen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Lungenkrebs negierten.

Mittlerweile rückt immer häufiger die Frage in den Vordergrund, auf welcher moralischen Basis Unternehmen wie Heartland Institute agieren und wieso es keine gesetzliche Grundlage über die Verbreitung offensichtlicher Falschinformationen zugunsten industrieller Interessengruppen gibt.

(sm)

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