Wirtschaft

Bereits 250.000 Euro Strafen wegen neuem Anti-Lohndumpinggesetz in Österreich

Vor drei Monaten ist in Österreich das neue Anti-Lohndumpinggesetz in Kraft getreten. Bislang wurden elf Unternehmen wegen Entlohnung unter dem Kollektivvertrag angezeigt. Betroffen waren 41 Arbeitnehmer, die zu wenig Lohn erhielten. Das Strafmaß liegt bei 250.000 Euro. Weitere 25 Betriebe stehen unter Verdacht, insgesamt 93 Beschäftigte nicht ausreichend zu entlohnen. Am stärksten betroffen ist das Bau- und Baunebengewerbe.

Die Überprüfung obliegt einem Kompetenzzentrum der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), da das Lohndumping aufgrund der Ausfälle für die öffentlichen Kassen zugleich auch Sozialdumping bedeutet. Die Kontrollen vor Ort werden von der Finanzpolizei durchgeführt, die dann die Daten an die WGKK weiterleitet. Schätzungen gehen davon aus, dass innert der letzten drei Monate 5.000 Lohnkontrollen stattgefunden haben. Insgesamt rückt die Finanzpolizei 35.000-mal im Jahr aus.

Die Geldstrafen für die Unterentlohnung von Mitarbeitern betragen pro Person 1.000 bis 10.000 Euro, bei mehr als drei betroffenen Mitarbeitern steigt das Strafmaß auf 2.000 bis 20.000 Euro. Wiederholungstäter werden mit bis zu 50.000 Euro belangt.
 

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