Neue Medien

Berlin wird mit Google-Unterstützung Hauptstadt der Internetforschung

Mit einer Unterstützung in Höhe von 4,5 Millionen Euro Seitens des Internetgiganten Google soll Berlin zur Hauptstadt der Internet-Forschung werden. Die Förderung ist für drei Jahre geplant und soll abhängig von der wirtschaftlichen Lage anschließend fortgesetzt werden. Geplant ist ein „Institut für Internet und Gesellschaft“. Das Institut soll jedoch inhaltlich und organisatorisch autonom arbeiten. Insgesamt drei renommierte deutsche Wissenschaftseinrichtungen wollen in diesem Rahmen gemeinsam erforschen, wie das Internet die Gesellschaft verändert: Die Humboldt-Universität (HU), die Universität der Künste (UdK) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Die Kernbereiche der Forschungsaktivität werden: wie sich das Internet auf Recht und Verfassung auswirkt, Innovationen, die das Internet ermöglicht, der Themenblock geistiges Eigentum, sowie Regeln und Institutionen, die das Internet regulieren und das Medienrecht. Weitere private Geldgeber sollen gewonnen sowie Bundes- und EU-Gelder erschlossen werden.

Im Februar 2011 hatte Google-Chef Schmidt bei einem Besuch in Berlin den Standort Deutschland über die Maßen gelobt: Er lobte Deutschland als Modell dafür, „wie das Zusammenwirken von Ideen, Talent und Energie zu unglaublicher wirtschaftlicher Stärke führen kann“. Deutschland habe bereits „in so vielen Branchen eine Vorreiterrolle gespielt“, diese könne es nun auch für das Internet übernehmen.

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