Wirtschaft

Bundesagentur für Arbeit dämpft übertriebenen Optimismus für den Arbeitsmarkt

Der Aufschwung schlägt weiterhin auf den Arbeitsmarkt durch – im Juni waren nur noch 2,89 Millionen Menschen arbeitslos (Quote: 6,9%). Allerdings hat nun Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, allzu großen Optimismus gedämpft. Zumindest was das rosigste Szenario einer baldigen Vollbeschäftigung angeht. Das Wort Vollbeschäftigung wird häufig verwendet, wurde aber bislang aber immer noch nicht abschließend definiert: So wird laut der Arbeitsagentur allgemein von Vollbeschäftigung geredet, wenn die Arbeitslosenquote unter einen bestimmten Prozentsatz fällt. Je nach Definition liegt dieser Wert bei 2%, 3% oder gar 5-6%. Laut Heinrich Alt ist der deutsche Jobmarkt allerdings noch weit von einer wie auch immer ausgelegten Vollbeschäftigung entfernt. Dies gelte vor allem für Großstädte wie Berlin, wo es eine „verfestigte Arbeitslosigkeit“ gebe, der nicht so leicht beizukommen sei. Allerdings könne die Zahl der Langzeitarbeitslosen bis 2015 um 500.000 sinken, wenn die Konjunktur weiterhin gut bleibe. Derzeit sind rund 2 Millionen der 2,89 Millionen registrierten Arbeitslosen Langzeitarbeitslose. Insgesamt ist der Arbeitsmarkt so robust wie seit 1991 nicht mehr. Alt hält auch die Annahme der Bundesregierung für realistisch, dass die Arbeitslosenzahl bis 2015 auf nur noch 2,5 Millionen zurückgehen wird.
 

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