Wirtschaft

China mit harten Auflagen gegen ausländische Elektroauto-Konkurrenz

China hat nach Angaben des größten europäischen Automobilkonzerns, Volkswagen, harte Auflagen für den Technologietransfer erlassen, die ausländischen Herstellern den Zugang zum chinesischen Markt erschweren. Anlässlich des Auftakts der internationalen Automesse in Kanton (Guangzhou) forderte VW-China-Chef Karl-Thomas Neumann, dass China die Anforderung komplett aufhebe und den Markt vollkommen öffne. Er beklagte dabei auch die Unklarheit über die Richtlinien für ausländische Autohersteller. „Es ist nicht klar, wie die Vorschriften und Anforderungen aussehen. (…) Wir wollen klare Vorgaben.“

Die Anforderungen besagen unter anderem, dass die Lizenz für eine der drei Hauptkomponenten wie Motor, Batterie oder Elektronik bei einem Joint Venture mit einem chinesischen Unternehmen liegen muss. Nun sollen offenbar auch Zulieferer für Elektrofahrzeuge gezwungen werden, dafür Joint Ventures einzugehen. Peking wird dabei vorgeworfen, dadurch in den Besitz von Kerntechnologien der Elektromobilität gelangen zu wollen.

China ist der größte Automarkt der Welt. VW kommt hier auf einen Marktanteil von rund 19%. Bereits in den ersten zehn Monaten 2011 hat der Konzern hier 1,9 Millionen Einheiten abgesetzt (+14,8%). VW wird im nächsten Jahr eine Testflotte von Elektroautos auf den chinesischen Markt bringen. Die Produktion der E-Autos werde dann 2013/14 voll aufgenommen. Der Umsatz des VW-Konzerns betrug 2010 rund 126,9 Milliarden Euro. Der Nettogewinn belief sich 7,2 Milliarden Euro.

 

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