Wirtschaft

China, Südkorea und Japan planen eine Freihandelszone – zusammen 18,5% des gesamten Weltexports

Bereits seit 2002 planen die drei wirtschaftlichen Schwergewichte China, Südkorea und Japan eine Freihandelszone. Im Jahr 2010 wurde dann eigens eine spezielle Arbeitsgruppe von Experten aus den drei Ländern eingerichtet. Am zurückliegenden Wochenende wurden nun die weiteren Schritte geplant: Am Sonntag unterzeichneten die drei Staatschefs, Chinas Premier Wen Jiabao, Japans Premier Yoshihiko Noda und Südkoreas Präsident Lee Myung-Bak, in Peking ein Abkommen über die trilaterale Zusammenarbeit im Investitionsbereich. Konkrete Verhandlungen über die Bildung der gemeinsamen Freihandelszone sollen noch im laufenden Jahr aufgenommen werden. Laut Chinas Premier Wen Jiabao wird die Freihandelszone „die Wirtschaft unserer Region anspornen und die Wirtschaftsintegration Ostasiens fördern“. Dies sei eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen.

Der Handelsumsatz zwischen den drei Ländern belief sich 2011 auf 690 Milliarden Dollar. Die drei Länder stemmen zusammen 18,5 Prozent des gesamten Weltexports. Laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua könnte das chinesische BIP durch das geplante Abkommen Chinas um 2,9% zulegen, Japans BIP könnte um 0,5% wachsen und die Wirtschaftsleistung von Südkorea um 3,1%.
(mb)

 

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