Wirtschaft

Daimler baut mit Renault-Nissan zusammen erstmals Motoren in den USA

Daimler und Renault-Nissan intensivieren ihre strategische Partnerschaft. Ab 2014 werden die Autobauer gemeinsam in den USA Vierzylinder-Benzinmotoren von Mercedes-Benz produzieren. Der Standort wird das Nissan-Werk im US-Bundesstaat Tennessee mit einer Produktionskapazität von 250.000 Motoren pro Jahr. Für Daimler ist das die erste Motorenproduktion in Nordamerika. Die Motoren werden dann in den C-Klasse Modellen von Mercedes, die ab 2014 teilweise in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama gefertigt werden, sowie in der Nissan-Premiummarke Infiniti zum Einsatz kommen.

Der Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn, bezeichnete das Projekt als „Meilenstein“ in der Zusammenarbeit mit Daimler und als das wichtigste außerhalb Europas: „Lokale Fertigungskapazitäten verringern das Risiko von Wechselkursschwankungen und ermöglichen gleichzeitig eine schnelle, positive Geschäftsentwicklung in Nordamerika.“ Daimler-Chef Dieter Zetsche: „Durch die strategische Erweiterung unserer Zusammenarbeit mit Renault-Nissan erzielen wir eine marktnahe Motorproduktion in der NAFTA-Zone zu attraktiven wirtschaftlichen Bedingungen und können die Synergien, die sich aus der Zusammenarbeit ergeben, optimal nutzen. Auf diese Weise erweitern wir systematisch unsere Fertigungspräsenz in diesem wichtigen Wachstumsmarkt.“

Daimler und Renault-Nissan haben seit 2010 eine Überkreuzbeteiligung: Renault Nissan hält 3,1% an den Stuttgartern, Daimler jeweils 3,1% an Renault sowie an Nissan. Eine Kooperation besteht bislang schon in den Bereichen Antriebe, Antriebskomponenten, City-Van (Ende 2012) und Elektromobilität.

 

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