Wirtschaft

Daimler und Renault-Nissan bauen Kooperation weiter aus

Laut Daimler-Chef Dieter Zetsche entwickle sich die seit 18 Monaten bestehende Partnerschaft mit dem französisch-japanischen Konsortium Renault-Nissan „deutlich besser“ als erwartet. Die beiden Partner wollen daher ihre Kooperation weiter ausbauen. So soll Nissans Premiummarke Infinity ab 2014 auf der Basis der Kompaktwagen-Plattform von Mercedes-Benz gebaut werden. Ein dafür notwendiges neues Montagewerk werde außerhalb Japans errichtet, der genaue Standort sei aber noch nicht festgelegt worden. Renault wiederum möchte künftig einzelne Module der Frontantriebs-Architektur von Mercedes nutzen wie beispielsweise die Klimaanlagen.

Die Partnerschaft verlaufe laut Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn auch deshalb so gut, da die Unternehmen nur in geringem Maße miteinander im Wettbewerb stünden. Bislang existiert eine Zusammenarbeit bei Kleinstwagen wie dem Smart und dem Renault Twingo sowie bei Stadtlieferwagen. Mercedes-Benz erhält zudem Drei- und Vierzylindermotoren der Partner und liefert dafür im Gegenzug die größeren Vier- und Sechs-Zylinder-Motoren für die Premiummarke Infinity. Demnach wurde nun auch vereinbart, dass kleinere neue Renault-Nissan Motoren ab 2014 auch in der Mercedes B-Klasse als Reichweiten-Verlängerer (Range Extender) eingesetzt werden. Dabei lädt ein Verbrennungsmotor über einen Generator die Batterien auf und ermöglicht dadurch höhere Reichweiten von E-Autos.

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