Wirtschaft

Der Konjunkturmotor brummt in allen Bundesländern

Trotz einer steigenden Angst vor einer Wirtschaftskrise und einem fallenden Konsumklimaindex, wächst die Wirtschaftsleistung in Deutschland weiter, ungehindert von Pessimissmus und gestärkt durch einen soliden Mittelstand. Das bestätigen auch die neuen konjunkturellen Statistiken, die die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder am 28. September veröffentlicht haben. Demnach ist die Wirtschaftsleistung von allen Bundesländern außer Berlin im ersten Halbjahr 2011 um mindestens 2% gewachsen. Der Spitzenreiter der Konjunkturliste ist Baden-Württemberg mit einem bereinigten Wirtschaftswachstum von 5,6%, gefolgt von dem Saarland mit 4,8% und Sachsen-Anhalt mit 4,5%. Das kräftige Wachstum in Baden-Württemberg ist vor allem auf das verarbeitende Gewerbe zurückzuführen. 29% der Wirtschaftsleistung des Landes wird von der Industrie erzeugt, die im Vorjahresvergleich um 11,2% zugelegt hat.

Gemessen an der totalen Wirtschaftsleistung liegt Nordrhein-Westfalen mit 543 Milliarden Euro (Wachstum: 3,5%) auf dem ersten Platz, vor Bayern mit 442 Milliarden Euro (Wachstum 3,9%) und Baden-Württemberg mit 362 Milliarden Euro. Insgesamt wuchs das BIP in Deutschland im ersten Halbjahr um 3,9% auf 2.499 Milliarden Euro an, wobei die alten Bundesländer mit 3,9% marginal stärker wuchsen als die neuen Bundesländer mit 3,6%. Ob Deutschland am Ende des Jahres das Wirtschaftswachstum von 2010 (3,6%) halten oder übertreffen kann, steht derzeit noch nicht fest.

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