Wirtschaft

Deutsche Arbeitskosten EU-weit an siebter Stelle

Die Arbeitskosten sind in Deutschland im Jahr 2009 mit 2,3% erneut niedriger gestiegen als im EU-weiten Durchschnitt von 2,9%. Zu den Arbeitskosten zählen vor allem die Bruttolöhne und die Arbeitgeberanteile zu den Sozialversicherungen. Auf den Zeitraum 2000 bis 2009 gerechnet ergab sich ein ähnliches Bild: Die deutschen Arbeitskosten stiegen nominal um durchschnittlich 1,9% pro Jahr, der Durchschnitt im Euroraum hingegen betrug jährlich 2,9%. Mit im Schnitt 29 Euro pro Stunde lag Deutschland damit im Jahr 2009 an siebter Stelle. Teurer sind die Kosten in Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Schweden und den Niederlanden. Auf gleichem Niveau liegt Finnland, Österreich mit 27,60 Euro knapp darunter. Die niedrigsten Arbeitskosten in der EU existieren derzeit in Ungarn (7,30 Euro) und Polen (7,50 Euro). Die Studie wurde von dem Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt. Da die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft noch weiter zulegte, wovon der Export profitiert, sorgten sich die Verfasser der Studie vornehmlich um noch immer nicht erreichte „Balance zwischen sehr starker Exportwirtschaft und relativ schwacher Binnennachfrage“.

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