Wirtschaft

Deutsche Forscher mit reichem Rohstofffund im Indischen Ozean

Forscher der Deutschen Rohstoffagentur (Dera) haben reiche Rohstoff-Lagerstätten im Indischen Ozean östlich von Madagaskar entdeckt. Die erkundeten Hydrothermalfelder in Tiefen von 2.800 bis 3.400 Metern weisen mit bis zu 24% Kupferanteil die bisher höchsten Konzentrationen für Meeresböden überhaupt auf. Zudem gebe es auch Hinweise auf Edel- und Hochtechnologiemetalle wie Gold, Silber, Wismut, Selen und Indium.

Die Dera ist in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe angesiedelte. Die Forschungsfahrt fand im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums statt, um einen möglichen deutschen Lizenzantrag für das Gebiet zu prüfen.

Bislang hat die UN-Meeresbodenbehörde nur Explorations-, also Erkundungslizenzen vergeben. Diese gelten für 15 Jahre, innerhalb der sich der Lizenznehmer entscheiden muss, eine Produktionslizenz zu beantragen. Dies hat bislang noch keiner der acht Lizenznehmer gemacht: China, Japan, Korea, Frankreich, Russland, Indien, ein osteuropäisches Konsortium sowie Deutschland – das heißt, Manganknollen werden bislang noch nicht abgebaut. Allerdings nähere man sich der Wirtschaftlichkeit eines möglichen Abbaus zunehmend an. Deutschland hat bereits im Zentralpazifik zwei Lizenzgebiete zwischen Hawaii und Mexiko mit einer Gesamtgröße von 75.000 Quadratkilometern zugesprochen bekommen.
 

 

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