Wirtschaft

Deutsche Reeder bewaffnen zunehmend ihre Schiffe gegen Piraten

Jedes vierte Schiff in dem von Piratenüberfällen stark bedrohten Indischen Ozean hat bereits bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord. Offenbar mit Erfolg: Bislang wurde noch keins der bewachten Schiffe entführt. Offenbar wissen die Piraten, welche Schiffe bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord haben und welche nicht. Laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) gaben 27 von 100 deutschen Reedereien an, bewaffnete Sicherheitsdienste zu beschäftigen. Ein Drittel der Befragten gab zudem an, dass bereits mindestens eines ihrer Schiffe schon einmal von Piraten angegriffen worden sei. Auf deutschen Schiffen ist allerdings der Einsatz von Söldnern sowie auch Kriegswaffen, also Raketenwerfern und Maschinengewehren, verboten. Daher gehen die bewaffneten Sicherheitskräfte, ähnlich einem Lotsendienst, erst auf hoher See an Bord und verlassen die Schiffe auf diesem Weg auch wieder, bevor sie in einen Hafen einlaufen. Als Grund für die Sicherheitsmaßnahme wird nicht nur das Vermeiden von hohen Lösegeldern angegeben, auch die Matrosen weigern sich zunehmend, die gefährlichen Routen ohne bewaffnete Wächter zu befahren.

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