Regionales

Dortmund: Keine Berührungsängste bei arbeitslosen Fachkräften

Die Dortmunder Unternehmen in technologieorientierten Brachen und weiteren Bereichen, in denen fortschrittliches Fachwissen unabdingbar ist, versuchen neuerdings ihren Fachkräftemangel nicht mit ausländischen, sondern mit örtlichen arbeitslosen Bewerbern zu stillen. Lange Zeit hegten die Unternehmen Vorurteile gegenüber arbeitslosen Fachkräften aus Angst vor niedriger Grundqualifikation und Beschäftigungsfähigkeit. Nun sieht es so aus, als ob die Unternehmen ihre Vorurteile abgelegt hätten. Eine Umfrage der Unternehmen hat ergeben, dass 17,3% der Dortmunder IT-Branche ihren Fachkräftebedarf mit Angestellten stillen, die vormals arbeitslos waren. In anderen ist dieser Wert sogar deutlich höher. Bei der Logistik sind es 25,7% und Produktionswirtschaft 26,7%. Das Ergab eine Studie, bei der 550 Dortmunder Unternehmen befragt wurden. „Durchschnittlich rund jedes vierte Unternehmen rekrutiert in den untersuchten Branchen Fachkräfte vornehmlich aus vorheriger Arbeitslosigkeit. Das zeigt, dass keine wechselseitigen Berührungsängste bestehen und zeitweilige Arbeitslosigkeit keineswegs das Aus am Arbeitsmarkt bedeuten muss“, so Joachim Beyer, Geschäftsbereichsleiter bei der Wirtschaftsförderung Dortmund. Der Aufbau von neuen Technologien in Dortmund soll diese überaus erfreuliche Entwicklung weiter vorantreiben. Die Wirtschaftsförderung will die Wiederintegration von arbeitslosen Fachkräften weiter antreiben.

Langfristig hofft die Stadt Dortmund ihre Arbeitslosenquote auf 10% zu reduzieren. Ende Juli 2011 lag diese, zum Teil auch bedingt durch das Sommerloch auf dem Arbeitsmarkt, bei rund 13%.

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