Wirtschaft

Druckmaschinenhersteller Manroland droht die Insolvenz

Der Augsburger Druckmaschinenhersteller Manroland leidet unter der digitalen Revolution. Ein angeblicher Investor soll abgesprungen sein, der Mehrheitseigner Allianz will kein weiteres Geld nachschießen – nun droht dem Traditionsunternehmen die Insolvenz. Auch der zweite große Aktionär, MAN, will offenbar kein neues Geld investieren. Beide Anteilseigner haben sich bislang noch nicht zu den Vorgängen geäußert. Der nicht näher genannte Investor hatte in den gescheiterten Verhandlungen darauf bestanden, dass als Voraussetzung für ein Engagement auch die Allianz und MAN weiteres Geld in Manroland stecken. Manroland unterhält Werke in Augsburg, Offenbach und Plauen mit insgesamt 6.500 Beschäftigten. Der Druckmaschinenhersteller könnte in diesem Jahr einen dreistelligen Millionenverlust einfahren. MAN hat seine ehemalige Tochtergesellschaft bereits abgeschrieben. Das Unternehmen steht nur noch als Finanzbeteiligung in den Büchern, ihr Wert wurde auf null abgeschrieben. Allerdings hat MAN noch in der letzten Woche versprochen, Manroland nicht fallenzulassen.

Manroland ist in seiner Branche weltweit die Nummer drei. Eine Pleite wäre die größte Insolvenz in Deutschland seit zwei Jahren. Ein Insider zeigte sich nach den geplatzten Verhandlungen pessimistisch: „Nur ein Wunder kann die Insolvenz noch verhindern.“ Ein Rettungsanker sei nicht in Sicht.
 

 

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