Wirtschaft

Eigentümerverhältnisse bei WAZ-Mediengruppe neu geordnet

Die WAZ-Mediengruppe mit Sitz in Essen war noch zur Jahrtausendwende der größte deutsche Regionalzeitungs-Verlag, verlor dann aber den Spitzenrang. Der Umsatz ging auch 2011 im Vorjahresvergleich um rund 100 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro zurück. Nach einem deutlichen Personalabbau auf 15.000 Mitarbeiter soll das Ergebnis allerdings für 2011 allerdings wieder im dreistelligen Millionenbereich liegen, genaue Angaben seitens der WAZ-Gruppe liegen hierzu nicht vor. Zu der Mediengruppe gehören 40 Zeitungen und über 100 Zeitschriften.

Die WAZ-Mediengruppe war 60 Jahre lang in dem Besitz der Familien Brost und Funke. Nun hat die Funke-Tochter Petra Grotkamp den 500-Millionen-Anteil der drei Brost-Erben übernommen. Grotkamp hält damit nun 66,6% an der Mediengruppe. Das Bundeskartellamt hat dem Geschäft bereits zugestimmt. Durch die neuen Eigentumsverhältnisse würde die Entscheidungsfindung im Konzern erleichtert werden, was eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Umbau der Mediengruppe sei. So soll beispielsweise das digitale Angebot deutlich ausgebaut werden. Die Anfänge der WAZ-Mediengruppe liegen in dem Jahr 1948. Damals hatten der Sozialdemokrat Erich Brost und der Konservative Jakob Funke mit einer Lizenz der britischen Militärregierung gemeinsam die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ gegründet.
(mb)
 

 

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