Energie & Umwelt

Eon und RWE steigen aus der britischen Atomkraft aus und setzen auf Erneuerbare Energien

Die beiden größten deutschen Energiekonzerne Eon und RWE haben angekündigt, sich nicht wie ursprünglich geplant an dem weiteren Atomausbau in England zu beteiligen. Die beiden Energieriesen wollten über das Gemeinschaftsunternehmen Horizon Nuclear Power bis 2025 rund 18 Milliarden Euro in neue Reaktoren mit zusammen 6.000 Megawatt Leistung an zwei Standorten auf der Insel investieren. Nun werden alle Baupläne gestoppt und das Gemeinschaftsunternehmen soll verkauft werden. Als Grund wurde angegeben, es würde zu lange dauern, bis sich die AKW-Investitionen nach Jahrzehnten amortisiert hätte. Statt dessen wollen die beiden Konzerne in England verstärkt auf erneuerbare und dezentrale Energien setzen, auch weil sich diese Investitionen schneller rechnen würden. Im Fokus stünden dabei Offshore-Windparks und Gaskraftwerke.

England plant den Bau von acht neuen Atommeilern, um alte Reaktoren zu ersetzen. Derzeit wird ein Gesetz verhandelt, nach dem alle CO2 armen Kraftwerke, einen staatlich garantierten Mindestpreis für ihren Strom erhalten sollen. Dabei wäre es egal, ob es sich um Solarkraftwerke, Windräder oder Atomkraftwerke handelt. Dies ist ein Unterschied zur Bewertung der EU, die Atomenergie regenerativen Energien nicht gleichstellt. Mittlerweile lehnen jedoch 61% der britischen Bevölkerung die Atomkraft ab. Vor zwei Jahren bekundeten dies erst 39%. Derzeit sind in Großbritannien 19 AKW am Netz, viele davon seit über 30 Jahren, die zusammen 15% der Stromproduktion tragen.
(mb)

 

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