Neue Medien

Erfinder von Project Gutenberg und des eBooks stirbt im Alter von 64 Jahren

Die digitale Literaturbewegung ist um eine große Person ärmer geworden. Michael Stern Hart, entschlossener Verfechter des Fortschritts und Futurist ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Bekannt wurde er vor allem für seine unermüdlichen Anstrengungen, Schriften, Bücher und andere Formen der Literatur zu digitalisieren und der Welt zugänglich zu machen. Angefangen hat das 1971, als er die amerikanische Unabhängigkeitserklärung mithilfe einer damals bemerkenswerten Computerleistung an der University of Illinois digitalisierte und sie im Netzwerk verbreitete. Hart hatte damit das weltweit erste eBook erfunden.

Von diesem Zeitpunkt, über einen Zeitraum von über 40 Jahren, verschrieb er sich der digitalen Verbreitung von Literatur und Texten. Aus diesem Grund rief er das Projekt Gutenberg ins Leben, auf der digitale Versionen von Büchern und Gedichten zu finden sind. Durch das Internet konnte er dieses Register weiter ausbauen und der ganzen Welt zugänglich machen, genauso wie er es sich von Anfang an erträumt hatte. Gegenwärtig sind auf der Internetseite Project Gutenberg über 33.000 Werke in über 60 verschiedenen Sprachen zu finden, darunter auch mehr als 700 deutsche Bücher. Durch Harts Vision konnten diese literarischen Werke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Über sein Vermächtnis hat Michael Stern Hart gesagt: “One thing about eBooks that most people haven’t thought much is that eBooks are the very first thing that we’re all able to have as much as we want other than air. Think about that for a moment and you realize we are in the right job."

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