Wirtschaft

EU eröffnet Verbindungsbüro im rebellischen Teil Libyens

In der Rebellenhochburg Bengasi im Osten Libyens hat EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ein Verbindungsbüro der Europäischen Union eröffnet. Ashton sprach zu diesem Anlass auf einer Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Nationalen Übergangsrats der Rebellen, Mustafa Abdel Jalil. Sie sei „stolz“, den Libyern im Namen der 27 EU-Staaten Unterstützung anbieten zu können, sowohl in Sicherheitsfragen sowie auch in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit, Bildung und Zivilgesellschaft. „Wir wollen nicht nur jetzt helfen, sondern solange wie das libysche Volk sich wünscht, dass wir da sind.“ Das Verbindungsbüro ist in dem Tibesti-Hotel gelegen. Das EU-Büro soll zunächst keinen diplomatischen Status haben, sondern „auf technischer Ebene“ arbeiten, dazu zählen die humanitären Aufgaben, der Kontakt zur Zivilgesellschaft und Hilfen beim Aufbau demokratischer Strukturen. Allerdings betrachtet die EU den Übergangsrat noch nicht wie vom Europaparlament gefordert als einzigen legitimen Vertreter Libyens. Dies haben bislang nur Italien, Frankreich, Großbritannien, Katar und Gambia. Seitens der USA gab es bislang ebenfalls noch keine diplomatische Anerkennung, Washington spricht in diesem Zusammenhang bisher nur von einem „legitimen und glaubwürdigen Gesprächspartner“.
 

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