Energie & Umwelt

EU-Forschung für ein nachhaltiges Fischfutter für Aquakulturen

In dem EU-Forschungsprojekt ARRAINA (Advanced Research Initiatives for Nutrition & Aquaculture – Erweitere Forschungsinitiativen für Ernährung & Aquakultur) wird an einem vegetarischen Fischfutter für Auquakulturen geforscht. Hintergrund ist die sukzessive Überfischung der Weltmeere. Der Einsatz von Fischfutter auf der Basis von Fischmehl und Fischöl ist daher auf längerer Sicht nicht nur ökonomisch sondern auch ökologisch nicht mehr nachhaltig. Mit einem Budget von 8 Millionen Euro, davon 6 Millionen aus dem FP7 der EU, forschen derzeit 21 europäische Partner an einer vegetarischen Alternative auf pflanzlicher Basis. Zunächst werden die quantitativen Ernährungsbedürfnisse der fünf bedeutendsten Fischarten definiert, um dann eine pflanzliche Alternative maßzuschneidern.

Ein erstes Fischfutter auf der Basis von Weizengluten und Bohnen-Proteinen, das nur noch 10% Fischmehl enthält, wurde bereits entwickelt und findet derzeit in einer Aquakultur in Norewgen Anwendung. Lachse, Forellen und Karpfen haben bereits gut darauf angesprochen. Die Entwicklung der Fische mit dem neuen Futter ist normal und auch ihr Geschmack für den Menschen bleibt unverändert. Die Umstellung auf die pflanzliche Alternative ist dabei sowohl ökologisch als auch ökonomisch und das bei gleichbleibender Qualität. Eine weitere Reduzierung des Fischmehlanteils auf ein 100% pflanzliches Futtermittel wird angestrebt. Euronews hat über das Forschungsprojekt einen Kurzfilm gedreht, den Sie hier kostenlos ansehen können (3:00 min).

Weiterführende Informationen:

Titandioxid verstärkt die Sonnenlicht-Desinfektion für Aquakulturen (Link)

Offshore- Lösung gegen Umweltprobleme bei Aquakulturen (Link)

(mb)

 

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