Wirtschaft

EU-Kommission erlaubt MAN-Übernahme durch VW

Die EU-Kommission hat Europas größtem Autobauer VW die Übernahme des Münchner Lastwagen- und Maschinenbauers MAN ohne Auflagen erlaubt. Die Wettbewerbshüter sind der Ansicht, dass auch nach einem Zusammenschluss noch ausreichend Wettbewerber im Europäischen Wirtschaftsraum vorhanden sind. Allerdings muss das Vorhaben insgesamt in 20 Ländern genehmigt werden, wobei die EU-Kommission jedoch als größtes Hindernis galt. Damit stehen die Chancen gut, dass die Wolfsburger MAN als elfte Marke in den Konzern integrieren können. Bislang kontrolliert VW im Zuge seines Pflichtangebots 56% an MAN.

VW-Patriarch und Aufsichtsratschef Ferdinand Piech plant eine Lkw-Allianz zwischen der schwedischen VW-Tochter Scania und MAN. Die Synergieeffekte zwischen den beiden Lkw-Bauern liegen laut VW bei rund 200 Millionen Euro, langfristig sogar bei bis zu einer Milliarde Euro.
Dadurch würde die neu geschmiedete Lkw-Sparte von VW in Europa zusammen mit Volvo den zweiten Platz hinter Daimler einnehmen, weltweit würde sie sich unter den ersten sieben wiederfinden.

MAN beschäftigt 52.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2010 einen Gewinn von 787 Millionen Euro nach Steuern bei einem Umsatz von 14,7 Milliarden Euro. VW zählt 435.000 Mitarbeiter, erzielt 2010 einen Umsatz von 126,9 Milliarden Euro, von dem ein Gewinn nach Steuern von 7,2 Milliarden Euro hängen blieb. Scania hat im ersten Quartal 2011 mit rund 33.500 Mitarbeitern bei einem Umsatz von 2,3 Milliarden Euro einen Nettogewinn von 281 Millionen Euro erzielt.

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