Energie & Umwelt

EU wieder mit Aufwind im Kampf um kaspische Gasfelder

Aserbaidschan, zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer gelegen, verfügt über die legendäre Ölstadt Baku und ausgedehnte Gasreserven. Die Regierung versucht nun, dieses Potential noch stärker zu nutzen und wirbt um Investitionen im Umfang von 20 Milliarden Euro. Damit ließe sich die Exportmenge von derzeit 17-18 Milliarden Kubikmeter pro Jahr mindestens verdoppeln. An Europa gewandt sagte Präsident Ilcham Alijew: „Das Beste wäre eine Koordination der Anstrengungen sowie gemeinsame Aktivitäten der Hersteller und der Verbraucher und, wenn notwendig, auch der Transitländer.“ Diese Äußerung Richtung Europa ist insofern bemerkenswert, da bereits seit einigen Jahren Russland, die EU und zuletzt auch das energiehungrige China um die reichen Gasfelder Aserbaidschans konkurrieren. Dieses ist sich seiner Schlüsselrolle und auch der Endlichkeit des Produkts und damit steigender Preise bewusst und konnte sich bislang entsprechend Zeit lassen. (Pipelines verbinden Aserbaidschan mit Russland, über die Öl- und Gasreichen zentralasiatischen Ländern an dem Ostufer des kaspischen Meeres mit China, über Georgien mit türkischen Mittelmeerhäfen und über die geplante Nabucco-Pipeline dann mit Europa unter Ungehung Russlands.)

 

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