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Facebook von der Handelskommission gerügt, besserer Datenschutz versprochen

Die US-Handelskommission FTC hat Facebook in einer sieben Punkte umfassenden Beschwerdeliste vorgeworfen, seine Nutzer über den Umgang mit ihren Daten zu belügen. Der FTC-Vorsitzende Jon Leibowitz: „Facebooks Innovationen dürfen nicht zulasten der Privatsphäre seiner Nutzer gehen. Die FTC wird das sicherstellen.“ Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat „eine Reihe von Fehlern“ zugegeben und in einem Vergleich mit der FTC weitreichende Änderungen bei Facebook zugesichert.

Eine Beschwerde der FTC ist, dass Facebook seinen Nutzern gegenüber behauptet habe, App-Entwickler würden nur Daten bekommen, die sie für die App auch tatsächlich benötigen. Tatsächlich können die Anbieter aber fast alle Daten der User einsehen. Auch habe ein Programm, das Apps überprüfe, bevor sie auf Facebook angeboten würden, entgegen der Darstellung des Netzwerks nie existiert. Auch habe Facebook Nutzerdaten an Werbetreibende verkauft, auch wenn das zuvor verneint wurde.

Nach eigener Darstellung habe Facebook bereits einige der angemahnten Schwachstellen beseitigt oder klargestellt. Der Schutz der Privatsphäre soll nun aber noch weiter verbessert, beziehungsweise respektiert werden. Einige der Änderungen, so wird vermutet, könnten Auswirkungen auf die Grundausrichtung des Netzwerks haben. Josh Constine von Techcrunch fasst dies prägnant zusammen: Facebooks „Strategie, lieber um Vergebung zu bitten als um Erlaubnis, muss damit enden“. Ein unabhängiger Datenschutzexperte wird Facebook nun für die kommenden 20 Jahre alle zwei Jahre überprüfen und einen Bericht anfertigen, der alle neuen Datenschutzvorkehrungen bewertet.

 

 

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