Wirtschaft

Facharbeitermangel im Bereich MINT kostet 2010 rund 16 Mrd. Euro

Der Facharbeitermangel wirkt sich auf die verschiedenen Branchen aus. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) warnt, dass der Fachkräftemangel zur Wachstumsbremse werden kann. Derzeit würden rund 5.000 Ingenieursstellen in dem Bereich fehlen. Der Bedarf steigt jedoch kontinuierlich. Fast drei Viertel der befragten Unternehmen planen in den kommenden Jahren Ingenieure einzustellen. In den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) fehlen sogar rund 70.000 Akademiker, was bereits in 2010 einen wirtschaftlichen Schaden von 16 Mrd. Euro verursache. Daher ist das Heben brachliegender Bildungsreserven die dringlichste Aufgabe, noch vor der Steuerung der Zuwanderung. Flexiblere Arbeitszeitmodelle für Mütter und alleinerziehende Frauen, sowie eine Förderung der Hochschulbildung haben oberste Priorität. Bundesweit haben die Hochschulen durch die umstrittenen Studiengebühren 2008 rund 870 Mio. Euro eingenommen. Die persönlichen Belastungen von einem hohen vierstelligen Betrag pro Studium halten jedoch einen signifikanten Anteil potentieller Studenten von einem Studium ab – besonders aus einkommensschwachen Haushalten. Ein Gegenrechnen des sich abzeichnenden wirtschaftlichen Schadens muss daher auch zu einem Umdenken der Hochschulpolitik führen und hier stärker Anreize schaffen, anstatt Hürden aufrechtzuerhalten.
 

Ein Kommentar zu “Facharbeitermangel im Bereich MINT kostet 2010 rund 16 Mrd. Euro

  1. anstatt die studiengebühren abzuschaffen um die elitären herrschaften zu subventionieren die sich an ägypologie und kunstwissenschaften ergötzen. sollte
    der mint ingenieursbereich gezielt finanziell gefördert werden und pseudowisssenschaften mit
    noch höheren gebühren belegt werden.

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