Neue Medien

Filesharing-Dienste üben Selbstzensur

Die Angst vor dem FBI ist groß in den gegenwärtigen Tagen. Zumindest in der Filesharing-Szene. Nachdem US-Behörden den Anbieter Megaupload letzte Woche vom Netz genommen und mehrere Mitarbeiter des Unternehmens verhaftet haben, übten sich mehrere Anbieter des Spektrums in Selbstzensur und beschränkten die eigenen Services.
Federführend ist hierbei momentan der Dienst filesonic. Dieser reagiert auf die Megaupload-Nachrichten mit einem Bann seiner aktivsten User und dem totalen Wegfall seiner Download-Sparte. Aktuell ist es nur möglich die eigenen Pakete von den Servern herunterzuladen.
Ähnlich auch die sehr populäre Seite uploaded.to. Diese sperrte alle US-User von ihrem Angebot aus.

Andere Anbieter reagierten deutlich gelassener. Der Branchenriese rapidshare verwies in einem Interview mit ars technica darauf, dass filehosting an sich nicht illegal sei und de facto die selbe Funktion wie Microsofts SkyDrive habe. Zusätzlich seien die Umstände bei Megaupload anders zu bewerten, als dies bei den meisten anderen Filehostern der Fall sei. Im Endeffekt seien die meisten Filehoster genauso legal, wie es youtube oder swisscom ist, sagte eine Firmensprecherin der Netzwoche.

(sm)

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