Wirtschaft

Forschungsinvestitionen haben 2009 weltweit abgenommen

Der jährlich aufgelegten Studie der Beratungsfirma Booz & Company zufolge sind die weltweit getätigten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in 2009 erstmals seit Beginn der Erhebung 1997 zurückgegangen. Zwischen 1997 und 2008 hatten die FuE-Aufwendungen eine stetige Steigerung von 332 Mrd. Dollar auf 521 Mrd. Dollar erfahren. In 2009 hat sich die Forschungsintensität der Unternehmen um 3,5% auf 503 Mrd. Dollar verringert. Da sich die FuE-Aufwendungen jedoch weniger stark reduzierten, als die Erlöse, die durchschnittlich um 11% zurückgingen, legte die Forschungsintensität sogar anteilig von 3,46% auf 3,75% zu. Nach Branchen gelistet: Die Computer- und Elektronikindustrie hält mit 27% der globalen F&E-Investitionen nach wie vor den größten Anteil an den Forschungsinvestitionen. Die Pharmaindustrie belegt mit 22% den zweiten Platz, allerdings wuchs hier der Umsatz mit 6% stärker als sie FuE-Aufwendungen mit 1,5%. Die Autoindustrie erlebte mit -14,3% den größten FuE-Rückgang (Umsatzeinbruch -12,7%).
So sieht beispielsweise auch der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, die FuE-Aufwendungen als das entscheidendes Kriterium für die derzeit starke deutsche Atomobilindustrie: Während der Krise seien die Ausgaben für Forschung und Entwicklung – entgegen dem Trend – nicht gekappt, sondern sogar um 4,4% auf 20,9 Milliarden Euro ausgeweitet worden.Daher hätten die deutschen Hersteller einen technischen Vorsprung und die richtige Modellpalette.
 

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