Wirtschaft

Frankreich wächst überraschend stark mit 0,4% in Q3 aber weiterhin unter Druck

Eine neue Studie der in Brüssel ansässigen Denkfabrik Lisbon Council gießt Öl in die Sorgen um die Stabilität Frankreichs: In einer 75-seitigen Studie mit dem Namen „Euro Plus Monitor“ wurde die Reformfähigkeit der 17 Euro-Länder untersucht. Dabei schnitt Frankreich, dass seit einiger Zeit im Fokus der Märkte steht, ob das Land seine Top-Bonität AAA behalten kann, unterdurchschnittlich ab und wurde sogar noch hinter Spanien und Irland eingestuft. In der Rangliste der wirtschaftlichen Gesundheit (Wachstumspotenzial, Beschäftigungsrate und Konsum) belegte Frankreich Platz 13. In Bezug auf die wirtschaftpolitischen Fortschritte, wie der Reduktion des Haushaltsdefizits aber auch den Lohnstückkosten, kam Frankreich sogar nur auf Rang 15. Die größten Probleme Frankreichs seien die Wettbewerbsfähigkeit und die finanzpolitische Nachhaltigkeit. Die Wahl der für die Studie angelegten Parameter sind allerdings umstritten und die Studie nicht frei von Kritik.

Frankreich reagierte mit der bestmöglichsten Antwort auf diese herausvordernde Studie: Die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2011 unerwartet stark um kräftige 0,4%, nach dem sie im zweiten Quartal noch um 0,1% geschrumpft war. Das Haushaltsdefizit dürfte im laufenden jahr 5,8% erreichen.

Den ersten Rang in der Liste belegte Estland, vor Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden, Slowenien, Slowakei, Finnland, Österreich, Belgien, Irland, Malta, Spanien, Frankreich, Italien, Portugal, Zypern und Griechenland.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.