Energie & Umwelt

Französischer Atomkonzern Areva investiert in deutsche Windkraft

Der französische Atomkonzern Areva (zu 87% im französischen Staatsbesitz) will 1,2 Milliarden Euro in deutsche Windkraftanlagen investieren. Die Verhandlungen zu den beiden Großprojekten mit zusammen 120 WEA seien bereits weit fortgeschritten. Areva ist im Bereich der Atomtechnik Weltmarktführer. Aufgrund des deutschen Atomausstiegs wird erwartet, dass hierzulande rund 1,300 Stellen wegfallen werden. Der Konzern hat sich zudem einen strikten Sparkurs verschrieben – seit der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima (März 2011) haben Kunden aus Ländern wie Japan und Deutschland bereits Aufträge in dreistelliger Millionenhöhe storniert.

Der Investitionsbedarf, um den Anteil der Erneuerbaren Energien auf die geplanten 35% bis 2020 zu steigern, wird auf rund 14 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Die Renditen für die Investoren sind dabei allerdings traumhaft: So erwartet beispielsweise der US-Finanzinvestor Blackstone bei deutschen Offshore-Windprojekten „Private-Equity-ähnliche Renditen“ von 15 bis 20% pro Jahr. Grund ist die über 12 Jahre zugesicherte Einspeisevergütung von 150 Euro pro MWh.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.