Wirtschaft

GM will mit chinesischem VW-Partner die Führung bei E-Autos

Der US-Autobauer General Motors will zusammen mit Chinas führendem Hersteller SAIC gemeinsam Elektroautos entwickeln und bauen. In Schanghai wurde am Dienstag ein Abkommen über die gemeinsame Entwicklung einer Elektroauto-Plattform unterzeichnet. Als ehrgeiziges Ziel wurde dabei die „Führung in der gesamten Industrie“ gesteckt. GM-Manager Tim Lee: „Miteinander können wir viel mehr erreichen als gegeneinander.“ Das erste Joint Venture zwischen GM und SAIC geht auf das Jahr 1998 zurück. Seit dem haben die beiden Konzerne ihre Zusammenarbeit stetig ausgebaut, mittlerweile sind es zehn Joint Ventures, weitere sollen folgen. GM-SAIC ist der größte Hersteller in China. Europas größter Autobauer Volkswagen betreibt mit SAIC ebenfalls bereits Joint Ventures: VW-SAIC ist die Nummer zwei auf dem chinesischen Markt. Experten erwarten, dass die Chinesen ihre westlichen Partner gegeneinander ausspielen könnten, da sich SAIC wohl mittelfristig für einen von beiden entscheiden müsse.

Der chinesische Markt, seit 2009 der größte Automarkt der Welt, dürfte sich bis 2018 auf rund 30 Millionen Fahrzeuge verdoppeln. Bislang wird der Markt von ausländischen Importeuren dominiert. Lediglich 29% stammen aus chinesischer Produktion, in Japan und Korea sind es 90%, in den USA 40%. Es wird allerdings erwartet, dass aufgrund der rasant steigenden chinesischen Produktionskapazitäten und dem steigenden Qualitätsniveau mittelfristig eine Überproduktion droht, die dazu führen werde, dass China zu einem Autoexporteur avanciere.
 

 

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